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Maas: Neuer US-Präsident bringt keine Kehrtwende in Außenpolitik

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat Deutschland und Europa vor Illusionen über eine Kehrtwende in der US-Außenpolitik für den Fall einer Wahlniederlage von US-Präsident Donald Trump im November gewarnt. „Wer jetzt in Europa alles auf einen Wechsel im Weißen Haus setzt, sollte sich darauf einstellen, dass es selbst in diesem Fall nicht mehr so gemütlich sein wird früher“, sagte Maas der „Rheinischen Post“ und dem „General-Anzeiger“ (Montagsausgaben). Die US-Außen- und Sicherheitspolitik habe sich verändert, und zwar nicht erst seit Trump Präsident sei.

Die Rolle als Weltpolizist, welche die USA einst für sich beansprucht hätten, wollten sie in dem bisher gekannten Ausmaß nicht mehr übernehmen. Europa müsse künftig stärker selber sehen, was es für seine Sicherheit tun könne. Die Vereinigten Staaten blieben für Deutschland der wichtigste Partner außerhalb Europas. „Deshalb bemühen wir uns, das transatlantische Verhältnis bei allen Meinungsunterschieden zukunftsfest zu machen. Dass die Kommunikation schwieriger geworden ist und das Weiße Haus Entscheidungen trifft, ohne vorher mit seinen Partnern in Europa zu sprechen, haben wir gelernt. Aber wir brauchen die USA auch in Zukunft. Übrigens auch umgekehrt.“

Foto: Heiko Maas, über dts Nachrichtenagentur

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