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Maas sieht weiter Antisemitismus in Deutschland

Außenminister Heiko Maas (SPD) hat ein Jahr nach dem rechtsterroristischen Anschlag von Halle eingeräumt, dass es eine antisemitische Bedrohung in Deutschland gibt. "Man kann nicht sagen, dass das Problem uns verlassen hat. Und die Tatsache, dass wir überhaupt jüdische Einrichtungen schützen müssen im Jahr 2020, ist eigentlich ein Zustand, der so nicht akzeptabel ist", sagte Maas im RTL/n-tv-"Frühstart".

Er verwies auf den Aufschwung jüdischen Lebens in Deutschland. Es gebe viel Zuzug aus Israel, gerade auch nach Berlin. Zugleich kann in der Hauptstadt nicht überall eine Kippa getragen werden. Wenn sich jüdische Mitbürger davon abschrecken lassen, sei das sehr bedauerlich. "Ich könnte auch verstehen, wenn jemand der Auffassung ist, ich will das nicht oder ich würde mich zumindest zeitweise von hier zurückziehen. Ich würde aber denjenigen oder diejenigen mit allem, was mir zur Verfügung steht, versuchen zu überzeugen, dass das nicht notwendig ist", sagte der SPD-Politiker. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Synagoge in Halle (Saale), über dts Nachrichtenagentur

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