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Macron will nach Wahlsieg soziale Spaltung Frankreichs beenden

Der Sieger bei der französischen Präsidentschaftswahl, Emmanuel Macron, will als neuer Präsident die soziale Spaltung Frankreichs beenden . "Ich werde gegen die Spaltung kämpfen", sagte Macron in einer Ansprache am Sonntagabend. Er werde alles tun, was im Bereich des Machbaren liege, um die Interessen der Bürger zu vertreten.

Er bedankte sich auch bei seiner Gegenkandidatin Marine Le Pen. Er wisse, warum viele Bürger für die "extreme Bewegung" Le Pens gestimmt hätten. Macron versprach, die "schwächsten Mitglieder der Gesellschaft" zu schützen. Le Pen hatte ihre Niederlage zuvor eingeräumt. Sie habe Macron angerufen, ihm zum Wahlsieg gratuliert und Erfolg gewünscht, sagte Le Pen in Paris. Einer aktuellen Hochrechnung des öffentlich-rechtlichen Senders "France 2" zufolge kommt Macron in der Stichwahl auf 65,5 Prozent der Stimmen, Le Pen auf 34,5 Prozent.

Für viele war die Präsidentenwahl in Frankreich eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera. Hier die Rechtspolitikerin Marine Le Pen, dort der als wirtschaftsliberal geltende linksgerichtete Emmanuel Macron.

Der 39-jährige Gewinner steht nun also vor einer Herkulesaufgabe. Das 67-Millionen-Einwohner-Land ist politisch wie gesellschaftlich gespalten. Die Wirtschaft schwächelt und speziell die Terrorgefahr ist in Frankreich nicht bloß ein hochgeschaukeltes Thema, sondern massiv vorhanden. Auf Macron kommt ein hartes Stück Arbeit zu: Denn die 35 Prozent, die für Le Pen gestimmt haben, müssen nun auch durch politische Arbeit überzeugt werden.

Vermutlich wird ihm da auch rauer Wind entgegen wehen. So will er etwa die Staatsausgaben binnen fünf Jahren um 60 Milliarden Euro senken und dazu unter anderem 120.000 Stellen im Öffentlichen Dienst streichen.

Foto: Emmanuel Macron, über dts Nachrichtenagentur, Text: dts und Neues Volksblatt

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