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Mannheim erhält 4 Millionen Euro für städtebauliche Erneuerung

Einen Bewilligungsbescheid über 4,2 Millionen Euro zur städtebaulichen Erneuerung in Mannheim hat Finanz- und Wirtschaftsminister Dr. Nils Schmid am 23. März 2015 an Oberbürgermeister Dr. Peter Kurz übergeben. Mit dem Geld wird die Stadtentwicklung auf der Konversionsfläche „Benjamin-Franklin-Village“ gefördert. „Auf mehr als 140 Hektar hat die Stadt dank der Zuwendung aus Landes- und Bundesmitteln die Möglichkeit, ein neues Stadtquartier zu errichten und Raum für Wohnen, Arbeiten und Versorgungseinrichtungen zu erschließen“, sagte der Minister. In zentraler Lage könne ein lebendiger, bunter und faszinierender neuer Stadtteil entstehen. Der Oberbürgermeister dankte Finanz- und Wirtschaftsminister Schmid ausdrücklich dafür, dass die Landesregierung mit der höchsten Einzelbewilligung im Rahmen der Städtebauförderung 2015 in Baden-Württemberg den hohen Stellenwert der Konversion in Mannheim nachhaltig unterstrichen hat. Kurz betont, dass mit der Bewilligung vor allem in der Startphase eines solchen Projektes die entscheidende finanzielle Hilfestellung gegeben wird. „Gerade in wohnungspolitischer Hinsicht ist Benjamin-Franklin die wichtigste Konversionsfläche Mannheims überhaupt. Hier können wir den Wohnungsmarkt aktiv mitgestalten und die wohnwirtschaftlichen Bedürfnisse der nächsten Jahre zielgerichtet befriedigen“, hob Kurz die Bedeutung dieser städtebaulichen Sanierungsmaßnahme hervor. Trotz der überdurchschnittlich hohen Einzelbewilligung stellt der Oberbürgermeister fest: „Ohne weitere finanzielle Hilfen aus Stuttgart wird die Konversion in Mannheim im Allgemeinen und auf Benjamin-Franklin im Besonderen dennoch nicht zu schultern sein.“ Auch für Baubürgermeister Lothar Quast ist die Entscheidung des Landes richtungsweisend. „Mit der Bewilligung hat die Landesregierung deutlich signalisiert, dass sie den Konversionsprozess in Mannheim aktiv begleiten und finanziell unterstützen wird“, sagte Quast und ergänzte: „Bei Benjamin-Franklin geht es nicht nur um ein bisschen Stadtreparatur. Es gilt, einen neuen und innovativen Stadtteil zu schaffen und diesen nahtlos in die städtische Siedlungsstruktur einzufügen. Es ist gut zu wissen, dass uns das Land bei dieser Herausforderung zur Seite steht“. Durch die städtische Tochtergesellschaft MWS Projektentwicklungsgesellschaft (MWSP) soll das 144 Hektar große Areal erworben und auf der Basis des Rahmenplans zu einem neuen Stadtteil für bis zu 8.000 Einwohner entwickelt wer-den. Die Finanzhilfe von 4,2 Millionen Euro und die Komplementärmittel der Stadt sollen zunächst überwiegend in die Infrastruktur fließen. Insgesamt erhalten Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg für Vorhaben der städtebaulichen Erneuerung im Programmjahr 2015 205,1 Millionen Euro. Neben dem Mannheimer Konversionsprojekt werden in acht weiteren Städten städtebauliche Umnutzungen ehemaliger militärischer Liegenschaften mit zusammen 13,2 Millionen Euro gefördert. „Konversionsmaßnahmen sind eine besondere Herausforderung, aber auch eine sehr große Entwicklungschance für die Städte, in denen militärische Anlagen stillgelegt wurden“, sagte Minister Schmid. „Das Land wird auch in Zukunft Städtebauförderungsmittel zur Verfügung stellen, wenn aus ehemaligen Kasernen und militärische Wohnsiedlungen moderne Stadtquartiere werden."
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