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Merck-Finck-Chef warnt vor Enteignungen durch den Staat

Matthias Schellenberg, Chef der Privatbank Merck Finck, warnt vor Enteignungen durch den Staat. „Eine Enteignung schafft keinen Wohnraum“, sagte Schellenberg der „Welt am Sonntag“. Wohnraum könne vielmehr durch eine schnellere Bearbeitung von Bauanträgen, der Aufstockung bestehender Häuser oder durch Umwandlung von leer stehendem Büroraum geschaffen werden.

„Solche Ideen müssten konsequenter umgesetzt werden, statt über Verstaatlichung zu fabulieren“, sagte Schellenberg. Er kritisierte, dass der lange Schatten des Sozialismus, der auch heute noch über großen Teilen Deutschlands liege, von vielen verdrängt werde. „Sie haben vergessen, dass die Menschen einst in Scharen jenen Landstrich verließen, wo alles verstaatlicht war.“ Doch selbst im heutigen System zeige sich immer wieder, dass der Staat nicht der bessere Unternehmer ist. Bei der ganzen Enteignungs-Diskussion müsse zudem berücksichtigt werden, dass jede Enteignung auf Basis des Grundgesetzes stattfinden muss. Das besage: Der Enteignete muss entschädigt werden. „Letztlich ist das also ein Kauf, der Enteignete hat nicht mehr oder weniger als vorher. Insofern schafft Enteignung keine Gerechtigkeit. Nur verwaltet dann der Staat die Immobilien oder die Unternehmen, und ich zweifle, dass das ein Fortschritt wäre“, sagte Schellenberg.

Foto: Büro-Hochhaus, über dts Nachrichtenagentur

 

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