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Merz stellt Kandidatur bei jungen CDU-Abgeordneten vor

Friedrich Merz umgeht bei seiner Kandidatur für den CDU-Vorsitz offenbar das Establishment aus Partei und Fraktion. Der Kandidat für den Parteivorsitz trifft sich laut eines Berichts der „Welt“ am Donnerstagmorgen mit Abgeordneten, die erst in den vergangenen Jahren in den Bundestag eingezogen sind. Das Treffen findet demnach ohne Fraktionsführung und nicht in den Räumen des Deutschen Bundestages statt.

Nach Informationen der Zeitung hat der Mannheimer Abgeordneter Nikolas Löbel das Treffen organisiert. Löbel gehört zur „Gruppe 17“, einer Gruppe von Unionsabgeordneten, die erst im vergangenen Jahr ins Parlament eingezogen sind. Sie hatten schon bei der überraschenden Wahl von Ralph Brinkhaus, dem neuen Unionsfraktionschef, eine entscheidende Rolle gespielt. Merz möchte mit den Abgeordneten direkt ins Gespräch kommen, die ihn nicht mehr in seiner aktiven Zeit im Parlament (bis 2009) erlebt habe. Obwohl es keine offizielle Einladung gab, nehmen laut Zeitung zur Stunde mehr als 50 Unionsabgeordnete an dem Treffen teil, welches im „Haus des Familienunternehmens“ der Stiftung Familienunternehmen stattfindet. Eine offizielle Einladung in die Fraktionssitzung hat Merz bisher nicht erhalten. Auch zu einer Klausur des Parteivorstandes am Wochenende wurde Merz nicht hinzugebeten.

Foto: CDU/CSU-Bundestagsfraktion, über dts Nachrichtenagentur

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