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Meuthen nennt AfD-Verbindung zu Lübcke-Mord „vollkommen abwegig“

AfD-Chef Jörg Meuthen hat jegliche Verantwortung seiner Partei für den Mord an dem Kasseler Regierungspräsidenten Walter Lübcke bestritten. Es sei „vollkommen abwegig, die AfD mit dieser Tat eines Rechtsterroristen in Verbindung zu bringen, nur weil wir Lübckes Äußerung zur Flüchtlingspolitik – wie andere auch – natürlich kritisiert haben“, sagte Meuthen den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Ich kenne keinen einzigen Fall, in dem AfD-Mitglieder gewalttätig geworden wären.“

Den Einwand, der Angeklagte Stephan E. habe Wahlkampf gemacht für die AfD, wollte Meuthen nicht gelten lassen: „Er ist nie Mitglied gewesen. Wissen Sie, wie viele uns im Wahlkampf helfen? Sollen wir alle durchleuchten, bevor die für uns Plakate kleben dürfen?“ Im Übrigen hätten auch die Sicherheitsbehörden den mutmaßlichen Attentäter „nicht mehr auf dem Schirm“ gehabt. E. muss sich derzeit vor dem Oberlandesgericht Frankfurt verantworten. Im Juni 2019 soll er Lübcke auf der Terrasse von dessen Wohnhaus erschossen haben. In einem später widerrufenen Geständnis hatte er sich als Alleintäter bezeichnet, in einer zweiten Tatversion nannte er den gewaltsamen Tod des CDU-Politikers einen Unfall. Die Anklage geht von einer rechtsextremistisch motivierten Tat aus. Lübcke war seit dem Jahr 2015 wegen seines Einsatzes für Flüchtlinge wiederholt bedroht worden.

Foto: Jörg Meuthen, über dts Nachrichtenagentur

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