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Mindestlohn würde starken Personalbedarf bei Zoll verursachen

Berlin – Die Zollverwaltung müsste mit der Einführung eines flächendeckenden Mindestlohns die Zahl ihrer Mitarbeiter deutlich aufstocken. „Wir rechnen damit, dass die Zollverwaltung zwischen 2000 und 2500 weitere Mitarbeiter braucht, wenn der Mindestlohn flächendeckend und ohne Ausnahmeregelung eingeführt werden soll“, sagte Dieter Dewes, Bundesvorsitzender der „Deutschen Zoll- und Finanzgewerkschaft“ (BDZ) der „Welt am Sonntag“. Die Zahl gelte allerdings erst, wenn alle Branchen unter den gesetzlichen Mindestlohn fallen sollten

Setzt sich die Union mit ihrem Wunsch nach Ausnahmeregelungen durch, wären sogar mehr Beschäftigte im Zoll nötig. „Je mehr Ausnahmen es beim flächendeckenden Mindestlohn geben sollte, desto aufwändiger wird dessen Kontrolle.“ 50.000 Euro im Schnitt kostet dem Vernehmen nach eine derartige Stelle beim Zoll pro Jahr. Bei 2000 Mitarbeitern wären das etwa 100 Millionen Euro an Mehrausgaben für den Bund. Vorerst rechne die Regierung mit einem eher mittleren bis hohen zweistelligen Millionenbetrag an zusätzlichen Personalausgaben. Experten begründen das damit, dass die volle Zahl der Zollmitarbeiter erst ab dem Jahr 2017 und damit in der nächsten Legislaturperiode notwendig wäre.

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