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Ministerpräsident Conte: Italien sicheres Reiseland

Ungeachtet der leicht ansteigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen ist Italien nach Überzeugung von Ministerpräsident Giuseppe Conte für deutsche Urlauber ein sicheres Reiseland. Gerade die am Mittwoch von seinem Kabinett beschlossenen zusätzlichen Maßnahmen wie die sofortige Einführung der Maskenpflicht auch im Freien zeigten, "dass wir im Umgang mit dem Virus nicht nachlässig werden", sagte der italienische Ministerpräsident der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Donnerstagausgabe). Er habe "mit großer Freude" vernommen, dass Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) jüngst Italien als mögliches Reiseziel für die Herbstferien genannt habe, sagte Conte der FAZ: "Die Bundeskanzlerin ist eine sehr aufmerksame Beobachterin, und sie weiß um die sichtbare Vorsicht und die hohen Sicherheitsstandards, welche die Italiener im Umgang mit der Pandemie walten lassen."

In ganz Italien gilt seit Mittwoch die Pflicht, nicht nur in geschlossenen Räumen und in öffentlichen Verkehrsmitteln, sondern auch im Freien einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Der mitunter als "italienisches Wunder" bezeichnete Umstand, dass die zweite Welle der Infektionen in seinem Land bisher flacher verlaufen sei als etwa in Spanien oder Frankreich, sei das Ergebnis der "Opferbereitschaft der gesamten Nation", so Conte. "In der Erinnerung an die schlimme Frühphase der Pandemie stellen wir uns jetzt im Geist der Verantwortlichkeit und der Vorsicht der aktuellen Phase", sagte der italienische Ministerpräsident der FAZ. Mit dem Ende Juli beschlossenen EU-Wiederaufbauplan im Umfang von 750 Milliarden Euro, von dem Italien und andere stark von der Pandemie betroffene Länder besonders profitieren werden, hätten die 27 EU-Staaten gezeigt, dass man eine Herausforderung wie die Überwindung der Pandemie-Folgen nur gemeinsam bewältigen könne, sagte Conte. Die umfassende Hilfe für Italien sei nicht nur ein "Zeichen konkreter Solidarität" gewesen, sondern auch "ein großer Vertrauensvorschuss" für sein Land, sagte er: "Dieses Vertrauen werden wir mit jenen Investitionen und Strukturreformen zurückzahlen, die Italien jetzt braucht, um produktiver und wettbewerbsfähiger zu werden." (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Eine Kirche in Italien, über dts Nachrichtenagentur

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