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Ministerpräsident Günther rechnet nicht mit Lockdown-Verlängerung

Der Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, Daniel Günther (CDU), will die verschärften Corona-Beschränkungen nach vier Wochen auslaufen lassen. "Für mich gilt das erklärte Ziel, dass wir die einschränkenden Maßnahmen im Dezember nicht verlängern müssen", sagte Günther dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). "Ich bin optimistisch, dass wir dieses Ziel in unserem Bundesland erreichen werden, auch wenn die Zahlen aktuell noch nach oben gehen."

Der CDU-Politiker warnte davor, in eine Spirale aus Lockerungen und Beschränkungen zu kommen. "Es ist nicht klug, wie ein Jojo das Land immer wieder hoch und runter zu fahren", sagte Günther. Diese Ausnahmesituation dürfe nicht zum Dauerzustand werden. "Wir gehen mit unseren Entscheidungen an die Grenzen dessen, was unser Land leisten kann", sagte Günther. Die Bundes- wie auch die Landeshaushalte stünden in den nächsten Jahren vor einer gewaltigen Herausforderung. Günther lobte das Hilfsprogramm des Bundes für die betroffenen Branchen. "Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob die zehn Milliarden Euro ausreichen werden", sagte er. Gleichzeitig verteidigte er den Teil-Lockdown. "Ich bin überzeugt, dass die Entscheidungen angemessen sind", sagte er. Für Schleswig-Holstein hätte er sich angesichts der niedrigeren Infektionsrate andere Schritte vorstellen können. Es sei aber zu vertreten, "dass wir für vier Wochen bundesweit einheitlich vorgehen". Das exponentielle Wachstum bei den Infektionen müsse gebrochen werden. "Wenn alle zusammenhalten und sich an Regeln halten, dann werden wir im Dezember auch wieder eine andere Lage erleben", sagte Günther. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Daniel Günther, über dts Nachrichtenagentur

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