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Mittelstandspräsident kritisiert Ausbildungsprämie

Mittelstandspräsident Mario Ohoven hat die am Mittwoch vom Bundeskabinett beschlossene Ausbildungsprämie kritisiert. „Der Mittelstand braucht einen Ausbildungsbonus für Ausbildungsbetriebe“, sagte Ohoven am Mittwoch. „Viel gerechter als die Ausbildungsprämie wäre es, wenn ausbildende Betriebe einen spürbaren steuerlichen Ausbildungsbonus erhalten würden.“

Junge Menschen benötigten gerade jetzt eine Ausbildungsperspektive. „Deswegen ist es richtig, dass die Bundesregierung sich Gedanken über eine Förderung der mittelständischen Betriebe macht, die in der Coronakrise weiterhin ausbilden und sogar noch zusätzliche Ausbildungsplätze schaffen.“ Die Kabinettsvorlage zu einer Ausbildungsprämie müsse aber von Bürokraten geschrieben worden sein, die „keinerlei“ praktische Erfahrung mit Ausbildung hätten. „Zu glauben, dass ein Mittelständler in einer existentiellen Krise sich fast vollkommen nackt machen muss, um eine Prämie von höchstens 3.000 Euro im Jahr zu bekommen, ist realitätsfremd.“ Ein Mittelständler solle nachweisen, „dass er `in erheblichem Umfang` von der Krise betroffen ist, die Anzahl der Auszubildenden im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen drei Jahre nicht verringert hat, wenigstens einen Monat Kurzarbeit hatte, und der Umsatz in den Monaten April und Mai um mindestens 60 Prozent gegenüber den Vorjahresmonaten eingebrochen ist“. Damit sei das Scheitern dieses „Prämienmonsters“ programmiert. Die rot-schwarze Ausbildungsprämie sei sicherlich gut gemeint. „Aber bekanntlich ist gut gemeint das Gegenteil von gut gemacht“, so Ohoven.

Foto: Fliesenleger, über dts Nachrichtenagentur

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