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Modefirma S. Oliver prüft Verfassungsbeschwerde

Die Modewirtschaft steigert den juristischen Druck, um eine Öffnung ihrer Geschäfte zu erzwingen: So erwägt die Bekleidungskette S. Oliver eine Verfassungsbeschwerde. „Wir haben uns die Möglichkeit von Klagen offengelassen“, sagte Unternehmenschef Claus-Dietrich Lahrs der „Welt“ (Mittwochausgabe). „Wenn wir uns dazu entschließen, würden wir eine Klage sehr grundlegend begründen.“

Die Ansprüche würden „sehr vehement zur Sprache“ gebracht, kündigte er an. Das Unternehmen produziere derzeit etwa eine Million Euro Verlust pro Tag. „So etwas geht selbst kerngesunden Unternehmen unter die Haut, und davon gibt es viele“, sagte Lahrs. Das Modeunternehmen Breuninger, das Klagen in sechs Bundesländern eingereicht hatte, will den Rechtsweg trotz einer Niederlage weiter verfolgen. Im Eilprozess hatte der baden-württembergische Verwaltungsgerichtshof in Mannheim vergangene Woche einen Antrag von Breuninger abgelehnt, die Geschäfte wieder öffnen zu dürfen. „Für das Hauptverfahren sind wir optimistisch, dass unseren Argumenten auf Gleichbehandlung im Einzelhandel entsprochen wird“, sagte Firmenchef Holger Blecker der „Welt“. Der Verweis der Mannheimer Gerichts auf den weiterhin möglichen Kleiderverkauf per E-Commerce ziehe nicht: „Wir verbuchen ein hohes Umsatzplus im Online-Geschäft, aber das kann die Verluste im stationären Geschäft nicht ausgleichen. Diese Rechnung geht nicht auf.“ Blecker berief sich auf breite Rückendeckung für den von ihm verfolgten Klageweg: „Wir bekommen großen Zuspruch aus der Branche und darüber hinaus. Ich gehe davon aus, dass es viele weitere Klagen geben wird“, sagte er. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: s`Oliver, über dts Nachrichtenagentur

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