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Möbelhandel profitiert von Corona-Krise

In Zeiten der Corona-Krise rückt die eigene Wohnung wieder stärker in den Mittelpunkt des Alltags. Davon profitiert vor allem die Möbelbranche. Da immer mehr Menschen die Gelegenheit nutzen, in ein gemütliches und schönes Zuhause zu investieren, steigen die Online-Umsätze deutlich an. Auch das Thema Nachhaltigkeit spielt beim Möbelkauf eine immer wichtigere Rolle.

Cocooning auf dem Vormarsch

Für viele Menschen bedeutet der erneute Corona-Lockdown einen Rückzug ins Private. Man verbringt wieder deutlich mehr Zeit zuhause und legt entsprechend viel Wert auf ein gemütliches Ambiente. Experten bezeichnen dieses Phänomen als Cocooning. Davon profitiert vor allem der Online-Möbelhandel. So erklärt etwa Jan Kurth, Geschäftsführer des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), im Gespräch mit der Tagesschau: „Die Budgets werden zugunsten der Wohnung umgeschichtet und lang gehegte Renovierungs- und Anschaffungswünsche umgesetzt“.

Zwar wurde der Möbelhandel von der Corona-Pandemie hart getroffen – in den ersten sechs Monaten des Jahres gingen die Umsätze in Deutschland um fast zehn Prozent auf 8,1 Milliarden zurück – allerdings setzt sich bei den Verbrauchern immer mehr die Erkenntnis durch, dass man Möbel ebenso gut auf dem Online-Weg kaufen kann.

Möbelhandel profitiert von der Krise

Wie der VDM berichtet, habe der Möbel-Onlinehandel im Zuge der Corona-Krise weiter an Fahrt aufgenommen. Ein großer Teil der Verbraucher hätte Einrichtungsgegenstände während der Pandemie online bestellt. Diese Aussage deckt sich mit aktuellen Daten des Bundesverbands e-Commerce.

Dort heißt es, dass der Trend des Cocoonings anhalte. Da das Geld nicht für Reisen ausgegeben werden kann, hätten viele Deutsche im dritten Quartal vor allem in den Wohnungs-, Haus- und Gartenbereich investiert. Im Vergleich mit dem Vorjahresquartal habe sich der Umsatz im Bereich Einrichtung von Juli bis September um 19,5 Prozent erhöht. Im zweiten Quartal hatte das Plus noch 13,8 Prozent betragen.

Eine immer größere Rolle spielen dabei auch Faktoren wie Nachhaltigkeit. Große Unternehmen haben die neuen Präferenzen Ihrer Kunden längst erkannt und sich entsprechend aufgestellt. Und auch Anbieter wie der treeme-shop setzen mit ihrem ökologisch nachhaltigen Ansatz und ihren innovativen Produktportfolios auf langfristiges Umweltbewusstsein.

Online-Handel wird für Möbelbranche immer wichtiger

Möbel gehörten lange Zeit zu den Konsumgütern, die trotz fortschreitender Digitalisierung noch von vielen Verbrauchern im stationären Fachhandel gekauft werden. Diesbezüglich zeichnet sich nun ein neuer Trend ab. So wuchsen etwa die Online-Umsätze der Branchengröße Ikea Deutschland im abgeschlossenen Geschäftsjähr um 74,3 Prozent auf 861 Millionen Euro. Dabei belief sich der Gesamt-Online-Anteil auf 16,2 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 9,4 Prozent gewesen. Durch den Lockdown sei der Umsatz sprunghaft angestiegen, so ein Sprecher des Unternehmens.

Auch die Online-Möbelhäuser Home24 und Westwing hatten zuletzt über ein solides Wachstum im Bereich eCommerce berichtet. Dasselbe gilt für die Otto Group. Wie Vorstandsvorsitzender Alexander Birken erklärte, habe sich der Wandel zum Online-Handel durch die Corona-Pandemie massiv verstärkt.

Die Experten von Accenture erklären, dass es sich beim Cocooning ebenso wie beim Wachstum des Online-Handels um ein dauerhaftes Phänomen handele. Der Trend, mehr Zeit zuhause zu verbringen, werde sich langfristig verstärken. Unternehmen, die diese Entwicklung mit kreativen Strategien erleichtern, bescheinige man gute Wachstumsaussichten für die Zukunft.

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