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Mögliche Herabstufung von Portugal durch weitere Ratingagentur

Rating Portugal - Mögliche Herabstufung von Portugal durch weitere RatingagenturLissabon – Portugal befindet sich jetzt schon seit einigen Jahren in einer schwierigen wirtschaftlichen Situation, außerdem kommt nun politische Unsicherheit zu der Gesamtsituation hinzu. Aufgrund dieser politischen Unsicherheit droht nun eine weitere Herabstufung der Bonität des Landes. Diese Drohung wurde von der Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) anfangs Juli ausgesprochen und bezieht sich auf eine mögliche weitere Herabstufung des Landes in den kommenden Monaten.

Derzeit ist noch ein Rating von BB für Portugal vorhanden, doch die Aussichten gehen eher auf eine negative Aussage hin. Damit ist die Einstufung noch zwei Stufen von dem Status entfernt, welcher als Investmentstatus bezeichnet wird. Eine Herabstufung würde also Folgen für das Land haben, welches sich ohnehin in einer schweren Krise befindet. Die Möglichkeit einer Herabstufung ist laut der Ratingagentur S&P in den nächsten 12 Monaten als hoch einzuschätzen, die Agentur nannte eine Wahrscheinlichkeit von 1 zu 3. Wenn sich die Situation in Portugal nicht verbessert, dann kann wohl von einer Herabstufung der Bonität ausgegangen werden. Die Kreditwürdigkeit wird allerdings noch nicht als so negativ eingestuft, es handelt sich also vor allem um eine Konsequenz der instabilen politischen Zustände im Land.

Erschwerte Rückkehr an die Kapitalmärkte durch Unsicherheit

Die politische Situation in Portugal hat damit deutliche Auswirkungen auf die wirtschaftliche Einstufung des Landes. Begründet wurde die Entscheidung der Ratingagentur durch die politische Unsicherheit, denn laut der Agentur könnte die politische Situation die Rückkehr an die Kapitalmärkte gefährden. Die Herabstufung könnte vor allem dann eintreten, wenn sich die Haushaltskonsolidierung weiter verlangsamt und wenn die finanzielle Unterstützung von Seiten des Internationalen Währungsfonds und von der Eurozone gefährdet ist. Diese Folgen könnte die Regierungskrise in Portugal aber durchaus haben, wenn sie weiter anhält.

Ein Schrumpfen der Wirtschaft wird erwartet

Die neue Einschätzung von S&P beruht auf den politischen Veränderungen der letzten Tage in Portugal. Denn der Finanzminister Vitor Gaspar ist vor einigen Tagen zurückgetreten und dieser hatte die harte Sparpolitik im Land unterstützt – und wurde nach eigener Aussage nicht ausreichend von seiner Regierung unterstützt. Außerdem ist jetzt auch noch der Außenminister Paulo Portas zurückgetreten. Der Regierungschef von Portugal, Pedro Passos Coelho, versicherte zwar, dass alle vereinbarten Reformen eingehalten werden, und dass die zuvor vereinbarten Sparprogramme fortgesetzt werden. Die Ratingagentur S&P ist davon jedoch nicht unbedingt überzeugt und befürchtet, dass die vereinbarten Reformen eben nicht mehr in die Tat umgesetzt werden – und das hätte wirklich weitreichende Folgen.

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