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NABU: Waldprämie darf keine reine Flächenprämie sein

Der Naturschutzbund Deutschland (NABU) fordert ein Überdenken der Rahmenbedingungen der geplanten Waldprämie. Diese dürfe keine reine Flächenprämie sein, teilte der NABU am Dienstag mit. Neben der Produktion von Holz, mit der Forstbetriebe ihr Haupteinkommen erzielten, erbringe der Wald viele weitere wertvolle –kosystemleistungen, die bisher kaum finanziell honoriert würden.

Dazu gehöre unter anderem das Binden von Kohlenstoff, das Kühlen der Umgebung, die Produktion von Sauerstoff oder das Filtern von Wasser. Grundsätzlich unterstütze man den Gedanken, Waldbesitzer für Leistungen zu entlohnen, die "allen zugutekommen", sagte NABU-Präsident Jörg-Andreas Krüger. "Die geplante Waldprämie muss aber das Ziel haben, die –kosystemstabilität der Wälder zu fördern." Wälder seien "komplexe und sehr vielfältige" –kosysteme, deren Stabilität "maßgeblich" von ihrer biologischen Vielfalt abhänge. "Nur wenn diese –kosysteme intakt und stabil sind, können sie sich auch an die Herausforderungen des Klimawandels anpassen und auch langfristig die unterschiedlichen –kosystemleistungen bereitstellen", so Krüger weiter. Aus Sicht des NABU müsse daher eine Waldprämie an die ökologische Stabilisierung von Wäldern geknüpft werden. Mögliche Aspekte der Förderung, die infrage kommen, seien beispielsweise die Förderung heimischer Laubbaumarten und alter Wälder, die Erhöhung des Totholzanteils sowie der dauerhafte Verzicht auf die Waldbewirtschaftung oder auch eine Zertifizierung dieser. "Viele der –kosystemleistungen profitieren, wenn Wälder nicht bewirtschaftet werden", so Krüger. "Je wilder Wälder sind, desto wertvoller sind sie." (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Wald, über dts Nachrichtenagentur

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