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Nervenstark und treffsicher: Personenschützer für Poltiker

Training für den Ernstfall: Die Eliteschützen sind Beamte einer Spezialeinheit der französischen Polizei, genannt SPHP. Sie sind für den Schutz ranghoher Politiker verantwortlich. Momentan ist ihr Können besonders gefragt – denn Frankreich steckt mitten im Präsidentschaftswahlkampf. Die Anforderungen an die Personenschützer sind hoch. Alain Babonneau, Einsatzleiter beim SPHP, beschreibt die Anforderungen: „Er sollte körperlich topfit sein. Er muss nicht nur seine Waffe beherrschen, sondern auch sich selbst. In jeder Situation muss er einen kühlen Kopf bewahren. Und er braucht ein sehr diskretes Auftreten.“ Allein Präsident Nicolas Sarkozy steht bis zu zwanzig Stunden am Tag unter dem Schutz des SPHP. Auch sein sozialistischer Herausforderer François Hollande wird beschützt, ebenso wie die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen. In Wahlkampfzeiten müssen die Personenschützer besonders wachsam sein. Denn bei öffentlichen Auftritten sind die Kandidaten ein verwundbares Ziel. Gilles Furigo, Chef des SPHP, beschreibt die schwierige Situation: „Das ist schwierig, denn der Kandidat sucht Kontakt – Kontakt zu Aktivisten, zu Zuschauern in einer Menschenmenge. Das verleitet bestimmte Leute, einen Eklat zu provozieren. Etwa psychisch Gestörte, oder Menschen die etwas Bestimmtes fordern wollen. Im Wahlkampf gibt es also mehr Risiken als in Normalzeiten.“ Sie sind die unauffälligen Herren im Hintergrund, die Personenschützer im französischen Wahlkampf. Doch sie sind immer bereit – für den Moment, wenn es gefährlich wird.

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