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Neuer Negativrekord bei Ausschreibungen für Windenergie

Bei der zweiten Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land haben sich gerade einmal 20 Prozent der teilnahmeberechtigten Projekte beworben. Das ergab eine Analyse der Fachagentur für Windenergie an Land, über die das "Handelsblatt" berichtet. Von den ausgeschriebenen 650 Megawatt (MW) seien demnach gerade mal 270 MW für den Bau neuer Windräder vergeben worden. Nach der Abschaffung von festen staatlichen Vergütungen muss sich die Windbranche in freien Ausschreibungen um die Höhe der Zuschüsse streiten. "Die Lage spitzt sich langsam zu. Von Runde zu Runde wird die Beteiligung immer schlechter", sagte der Windexperte Jürgen Quentin von der Fachagentur für Windenergie an Land. Immer mehr Bürger wehren sich gegen Windräder in ihrer Nachbarschaft – auch vor Gericht. Die Klagen gegen die mittlerweile mehr als 200 Meter hohen Anlagen häufen sich. Darin sieht der Windexperte auch den Hauptgrund für die maue Beteiligung an den Ausschreibungsrunden. "Obwohl die Genehmigungen in den Schubladen liegen, gehen die Teilnehmer nicht in die Auktionen ", sagte Quentin dem "Handelsblatt". An der Wirtschaftlichkeit könne es nicht liegen, so der Windexperte weiter. Lag der Durchschnittspreis pro Zuschlag im Mai vergangenen Jahres noch bei 4,73 Cent pro Kilowattstunde (kWh), sei er in der aktuellen Runde auf die zulässige Gebotsobergrenze von 6,20 Cent pro kWh gestiegen. Auch bei der nächsten Auktionsrunde im August rechnet der Windexperte nicht mit einer Entspannung. Foto: Windräder, über dts Nachrichtenagentur

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