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News zu A380

Der Airbus A380 ist ein vierstrahliges Großraumflugzeug des europäischen Flugzeugherstellers Airbus S. A. S. mit zwei durchgehenden Passagierdecks. Der Tiefdecker ist das größte in Serienfertigung produzierte zivile Verkehrsflugzeug in der Geschichte der Luftfahrt. Während der Konzeptionsphase wurde das Flugzeug als Airbus A3XX bezeichnet. Die Endmontage findet in Toulouse und die Kabinenausrüstung in Hamburg-Finkenwerder statt. Der Erstflug dieses Langstreckenflugzeugs wurde am 27. April 2005 mit einer Maschine mit der Werksseriennummer MSN001 in der Version A380-841 absolviert. Bisher wurden 318 Maschinen dieses Typs bestellt. Die erste wurde am 15. Oktober 2007 in Toulouse an die Fluggesellschaft Singapore Airlines übergeben und hatte am 25. Oktober 2007 ihren ersten Passagierflug.

Die Entwicklung des Airbus A380 geht bis in die 1980er Jahre zurück, als erste Machbarkeitsstudien bezüglich eines Großflugzeuges sowohl für Passagiere als auch für den Frachtflugverkehr erstellt wurden. In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre ergab sich eine Marktsituation, die aus der Sicht von Airbus eine Realisierung der Pläne gestattete. Diese Einschätzung resultierte zum einen aus der wachsenden Nachfrage nach Großraumflugzeugen, zum anderen aus der Entscheidung des Airbus-Konkurrenten Boeing, keine Gelder für neue Versionen seiner Boeing 747 in Forschung und Entwicklung zu investieren. Als im Jahr 2000 die ersten 50 Kaufabsichtserklärungen vorlagen, begann Airbus 2001 mit der Konstruktion.

Für die Entwicklung des Flugzeuges war sowohl die Erhöhung der möglichen Passagierzahl als auch die Senkung der spezifischen Betriebskosten pro Person und Kilometer gefordert. Die Entwicklungsziele konnten nur durch einen umfangreichen Einsatz von neuartigen Werkstoffen, wie beispielsweise faserverstärktem Kunststoff und Sandwichkonstruktionen, zur Gewichtseinsparung erreicht werden. Die Rumpfaußenhaut besteht zum Beispiel nur noch an der Unterseite aus Aluminium. Die oberen zwei Drittel sind aus glasfaserverstärktem Aluminium gefertigt.
Der erste für die Flugerprobung gebaute Prototyp mit der Seriennummer (MSN) 001 stand von Oktober 2004 bis Januar 2005 in der Endfertigung. Am 18. Januar 2005 fand schließlich die feierliche Vorstellung der A380 vor versammelter Presse statt.

Vom 4. bis zum 8. September 2006 wurden erste Testflüge mit Passagieren an Bord durchgeführt, die sogenannten Early Long Flights oder kurz ELF. Die Kabine des Flugzeuges war dabei mit 474 Sitzen ausgestattet. Im Gegensatz zum regulären Kabinenbetrieb wurde bei diesen Testflügen auf allen Sitzplätzen der Business-Class-Service angeboten. Die Flugtickets für die Testflüge wurden unter den etwa 50.000 Airbus-Mitarbeitern weltweit verlost. Ziel der ELF war es, den Komfort an Bord sowie das einwandfreie Funktionieren der Klimaanlage, Bordküchen, Toiletten und der Unterhaltungselektronik unter realen Einsatzbedingungen zu testen. Daher befanden sich unter den 474 Passagieren auch Experten für die oben genannten Systeme, um eventuell auftretende Probleme vor Ort zu analysieren.

Im November 2006 startete die A380 zu einer Testflugserie, welche die Langstrecken- und Flughafentauglichkeit des Flugzeugs unter Beweis stellen sollte. Am 17. März 2007 landete die A380 (MSN 007) in Frankfurt zu einer Reihe von verschiedenen Tests. Unter realen Voraussetzungen wurden zum ersten Mal Langstreckenflüge mit 483 geladenen Passagieren geflogen. Als Ziele wurden New York (19. März 2007), Hongkong (23. März 2007) und Washington (25. März 2007) (von Frankfurt) und Los Angeles (von Toulouse) ausgewählt. Während der Standzeit in Frankfurt wurde die Bodenabfertigung getestet. Im Juni 2007 startete die A380 (MSN 007) zu einer weiteren Demonstrationstour nach Übersee.

Die Evakuierung des Flugzeugs galt als mögliches Problem und war somit eine besondere Herausforderung an die Planer. Neben der zeitlichen Komponente spielten auch verschiedene Szenarien eine Rolle. So müssen die Notrutschen auch dann funktionieren, wenn das Flugzeug ohne Fahrwerk landet oder beispielsweise nur das Bugfahrwerk versagt. Letzteres bewirkt einen besonders großen Höhenunterschied zwischen dem Boden und den hinteren Ausgängen. Der intensiv vorbereitete Evakuierungstest verlief erfolgreich. Innerhalb von 78 Sekunden gelang es 853 Passagieren und 20 Besatzungsmitgliedern, ausschließlich über die Notausgänge auf der rechten Seite das Flugzeug zu verlassen.

Am 30. November 2006 beendete die A380 mit einem letzten Flug von Vancouver über den Nordpol nach Toulouse das Zulassungsprogramm erfolgreich. Am 12. Dezember 2006 erhielt die Passagierversion der A380 mit Triebwerken der Trent 900-Serie – als erstes bis dahin zivil zugelassenes Passagierflugzeug – die kombinierte behördliche Musterzulassung durch die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) sowie die US-amerikanische Federal Aviation Administration (FAA). Am 23. April 2007 erhielt die A380 die Typenzulassung von der EASA für den Betrieb mit Triebwerken der Engine Alliance GP7200-Serie. Von der FAA war dieser Triebwerkstyp bereits im Dezember 2005 für die A380 zertifiziert worden. Zu diesem Zeitpunkt waren mit dem Triebwerk GP7200 mehr als 111 Flüge und 1.348 Flugstunden absolviert worden. Im Juli 2007 gaben FAA und EASA ihre Zulassung der A380 für den Betrieb auch auf Start- und Landebahnen mit nur 45 Metern Breite bekannt. Bis dahin war eine Zulassung ausschließlich für Bahnen ab einer Breite von 60 Metern erfolgt.

Union und SPD wollen Airbus zu Jobgarantien verpflichten

Die Große Koalition will die Vergabe öffentlicher Mittel an Airbus mit Job- und Standortgarantien verbinden. „Es ist nach meiner Überzeugung legitim, die Vergabe öffentlicher Mittel für Airbus an Bedingungen zu knüpfen“, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Bernd Westphal, dem „Handelsblatt“ (Freitagausgabe). Das Unternehmen plane massive Einschnitte bei der Belegschaft. …

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Jede Menge Probleme, Kommentar zu Airbus von Gesche Wüpper

Die Börse hat die Ergebnisse von Airbus trotz einer neuen Rückstellung von 1,3 Mrd. Euro für das A400M-Programm bejubelt, als habe der Luftfahrtkonzern bereits alle Probleme überwunden. Davon kann keine Rede sein. Zwar haben sich die finanziellen Risiken bei dem A400M-Militärtransporter deutlich verringert. Auch ist das Ende des Riesenfliegers A380 …

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Airbus schuldet Deutschland hunderte Millionen Euro

Dem deutschen Staat drohen bei einem Aus für das Großraumflugzeug A380 Einnahmeausfälle von mehreren hundert Millionen Euro. Wie die „Welt am Sonntag“ berichtet, schuldet der Hersteller Airbus dem Fiskus noch Geld, das für die Entwicklung des A380 gezahlt worden waren. Zwar müsse der Flugzeughersteller mit jeder Auslieferung einen Teil dieser …

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EASA plant Warnung vor Luftwirbeln durch sehr große Flugzeuge

Die europäische Flugsicherheitsbehörde EASA bereitet eine Warnung vor Luftverwirbelungen durch sehr große Flugzeuge wie den A380 von Airbus vor. Die für April geplanten Sicherheitshinweise seien aber keine spezielle Regelung für den A380, sagte ein EASA-Sprecher auf Anfrage der „Welt“. Die Untersuchungen zu den Gefahren seien im Herbst 2016 nach diversen …

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Flughafen-Düsseldorf – das nordrhein-westfälische Tor zur Welt

In Nordrhein-Westfalen ist der Düsseldorfer Flughafen der größte und ist eine ganz eigene Welt. Von der Landeshauptstadt fliegen jährlich mehr als 22 Millionen Passagiere zu Zielen in aller Welt. So viele interkontinentale Direktverbindungen starten von keinem anderen Ort in NRW. Am 19. April 1927 wurde der Airport eröffnet und heute …

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Unruhige Zeiten, Kommentar zu Airbus von Stefan Kroneck

Obwohl Airbus einen Medienbericht über weitere Sparmaßnahmen im Unternehmen relativierte, hatte die Börse ihr Urteil längst gefällt. Die Airbus-Aktie gewann kurzweilig 1%, als sich die Nachricht verbreitete, dass der europäische Luftfahrtkonzern abermalige Einschnitte vorbereitet. Obgleich Konzernchef Tom Enders noch gar keine Details bekannt gegeben hat, geschweige denn ein Zeitplan feststeht, …

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Iran will bis zu 127 Großraum-Flugzeuge von Airbus kaufen

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Der Iran will nach dem Ende des Atom-Konflikts seine Flugzeug-Flotte modernisieren. Dazu plane man die Anschaffung von bis zu 127 Flugzeugen vom europäischen Flugzeugbauer Airbus, sagte der Vize-Verkehrsminister des Landes am Sonntag in Teheran. Man hoffe auf eine Unterzeichnung der Verträge in den kommenden Tagen. Unter anderem sollen auch acht …

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Lufthansa warnt vor Übermacht der Golf-Airlines

Der künftige Premiummarken-Vorstand der Lufthansa, Harry Hohmeister, hat vor einer Übermacht finanzstarker Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten gewarnt. Im Interview mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (Donnerstag) forderte Hohmeister Unterstützung der EU und der Bundesregierung. „Wettbewerber aus den Arabischen Emiraten kaufen sich mit staatlicher Hilfe Einfluss in Europa“, sagte der …

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Airbus-Chef hält Montage in den USA für günstiger als in Europa

Die neue Airbus-Produktion in den USA wird womöglich die günstigste Endmontage für den Konzern: Der Bau des A320-Modells in den USA sei trotz der Transportkosten der Bauteile aus Europa günstiger als in Hamburg und Toulouse, sagte Airbus-Chef Fabrice Bregier der „Welt am Sonntag“. Womöglich sei die US-Endmontage sogar auch billiger …

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