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News zu Abfallwirtschaft

Als Abfallwirtschaft wird die Gesamtheit aller Tätigkeiten und Aufgaben, die mit dem Vermeiden, Verringern, Verwerten und Beseitigen von Abfällen zusammenhängen, bezeichnet. Gleichzeitig ist die Abfallwirtschaft ein Wirtschaftszweig. Sie umfasst die Planung, Ausführung und Kontrolle dieser Tätigkeiten und Aufgaben. Dies bezieht sich sowohl auf Abfälle aus der Industrie, dem Gewerbe und dem Dienstleistungssektor als auch auf Abfälle aus den Haushalten und öffentlichen Bereichen (Straßen, Parkanlagen etc.). Abfallwirtschaftliches Handeln kann öffentlich, privat oder in gemischten Formen organisiert sein. Abfallwirtschaft gilt zudem als eine angewandte Naturwissenschaft. Traditionell ist dieses Fachgebiet aufgrund der zunehmenden Notwendigkeit zur systematischen Entsorgung von Haushaltsabfällen in den Großstädten Ende des 19. Jahrhunderts und der damals noch engen Anbindung an die Stadtplanung, Abwasserentsorgung und -reinigung in das Bauingenieurwesen eingebunden.
Der Begriff Abfall ist in vielen Ländern legal definiert und der Umgang mit Abfällen rechtlich geregelt. Den rechtlichen Rahmen für den Umgang mit Abfällen (Abfallbewirtschaftung) in der Europäischen Gemeinschaft setzt die Abfallrahmenrichtlinie, die von den Mitgliedsstaaten in nationales Recht umgesetzt werden muss. Nach der Abfallrahmenrichtlinie ist Abfall jeder „Stoff oder Gegenstand, dessen sich sein Besitzer entledigt, entledigen will oder entledigen muss“. Abfälle werden europaeinheitlich durch eine in der Regel 6-stellige Abfallschlüsselnummer und eine festgelegte Bezeichnung benannt, durch die Abfälle automatisch bestimmten Kategorien zugeordnet werden. Rechtsgrundlage hierfür ist die Richtlinie 91/689/EWG über gefährliche Abfälle und die Entscheidung der EU-Kommission Nr. 2000/532/EG, die in Deutschland durch die Abfallverzeichnisverordnung umgesetzt wurden. Sie enthält eine abschließende Aufstellung und Beschreibung aller zulässigen Abfallschlüsselnummern.
Die Abfallwirtschaft als Tätigkeit, Aufgabe und Wissenschaft beschäftigt sich mit:
den rechtlichen Grundlagen der Abfallentsorgung, z. B. im Kreislaufwirtschaftsgesetz und den dazugehörigen Verordnungen (Definitionen von Abfall, Entledigung, Entsorgung; Verwertungsgebote, Rücknahmepflichten, kommunales Satzungsrecht, Gebührenrecht, Genehmigungsverfahren für Abfallbehandlungsanlagen usw.)
den Abfallmengen, den Abfallarten, der Abfallzusammensetzung und der Abfallherkunft (Untersuchungsmethoden, toxikologische Bewertung)
der strategischen Abfallwirtschaftsplanung (lokal, regional, staatlich), Abfallwirtschaftskonzepte und -pläne
den Möglichkeiten der Abfallvermeidung z. B. durch Abfallberatung
der getrennten Erfassung von verwertbaren und gefährlichen Bestandteilen aus gemischt anfallenden Abfällen
der Abfallentsorgung
der Sammlung und Transport von Abfällen (Behältersysteme, Fahrzeuge, Umladestationen)
der Behandlung von Abfällen mit dem Ziel der Verwertung (Recycling) und Beseitigung (mechanisch, chemisch, biologisch, thermisch; z. B. Demontage, Zerkleinerung, Sortierung, Abscheidung, Stabilisierung/Inertisierung, Kompostierung/Vergärung, Verbrennung/Pyrolyse)
der Ablagerung von Abfällen in Mülldeponien (Standortsuche, Planung, Abfalleinbau, Deponiegas, Deponiesickerwasser usw.)
den Verwertungs- und Vermarktungsmöglichkeiten von getrennt erfassten Abfallbestandteilen (Fraktionen, Qualitäten; z. B. Kompost, Ersatzbrennstoffen, Baustoffe, Boden, Metalle)

Bundestag verabschiedet Klimaschutzgesetz

Der Bundestag hat das von der Bundesregierung vorgelegte Klimaschutzgesetz verabschiedet. Dem Gesetzentwurf der Bundesregierung stimmten am Freitag die Bundestagsfraktionen der Großen Koalition zu, die Oppositionsfraktionen stimmten dagegen. Das Gesetz sieht Emissionsvorgaben für unterschiedliche Wirtschaftsbereiche vor, darunter die Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft und Abfallwirtschaft. Zudem sollen die Klimaschutzziele erstmals …

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Abfallwirtschaft will CO2-Emissionen bis 2030 halbieren

Deutschlands Abfallwirtschaft will ihre Klimagas-Emissionen bis 2030 halbieren. Die Deponiebetreiber werden dazu am Dienstag eine Verpflichtung auf Maßnahmen unterzeichnen, die bis 2027 zu einer Jahresminderung "von mindestens einer Million Tonnen" CO2-Äquivalante führen, berichtet die "Neuen Osnabrücker Zeitung". Vor allem durch Altabfälle gelangt von den Deponien das besonders aggressive Klimagas Methan …

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Industrie investiert erneut weniger in Umweltschutz

Im Jahr 2017 haben Unternehmen des Produzierenden Gewerbes in Deutschland 8,4 Milliarden Euro in Sachanlagen für den Umweltschutz investiert: Das waren 1,0 Prozent weniger als 2016, teilte das Statistische Bundesamt (Destatis) am Donnerstag mit. Im Jahr zuvor hatte das Minus 2,1 Prozent betragen. Die Umweltschutzinvestitionen entsprechen einem Anteil von 10,1 …

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Klimakabinett endet ohne konkrete Ergebnisse

Klimakabinett endet ohne konkrete Ergebnisse 310x205 - Klimakabinett endet ohne konkrete Ergebnisse

Das Klimakabinett der Bundesregierung ist ohne konkrete Ergebnisse zu Ende gegangen. "Die Bundesregierung bekräftigt ihre Absicht sicherzustellen, dass Deutschland die Klimaziele 2030, auf die es sich international verpflichtet hat, einhält", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach dem Treffen des Kabinettsausschusses Klimaschutz am Mittwochnachmittag lediglich mit. Das bedeute Jahr für Jahr deutliche …

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FDP-Umweltpolitiker lehnt Verbot von Einweg-Plastiktüten ab

FDP Umweltpolitiker lehnt Verbot von Einweg Plastiktueten ab 310x205 - FDP-Umweltpolitiker lehnt Verbot von Einweg-Plastiktüten ab

Der FDP-Bundestagsabgeordnete Olaf in der Beek lehnt das von Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) geforderte Verbot von Einweg-Plastiktüten als "Schnellschuss" und "populistisch" ab. Man müsse "die Debatte um ein Plastiktüten-Verbot differenziert" führen, sagte in der Beek der "Welt" (Donnerstagsausgabe). Plastiktüten-Verbote seien dann sinnvoll, "wenn sie beispielsweise afrikanische Staaten betreffen, in denen …

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Umweltschutzausgaben steigen

Umweltschutzausgaben steigen 310x205 - Umweltschutzausgaben steigen

Die Ausgaben für Umweltschutzleistungen legen in Deutschland weiter zu. Wie erst jetzt bekannt wurde, betrugen sie im Jahr 2016 rund 66,2 Milliarden Euro und damit 2,9 Prozent mehr als im Vorjahr, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Unternehmen in Deutschland wendeten im Jahr 2016 für Umweltschutzleistungen 41,1 Milliarden Euro …

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Experten warnen vor giftigen Schwermetallen in Solarmodulen

Experten warnen vor giftigen Schwermetallen in Solarmodulen 310x205 - Experten warnen vor giftigen Schwermetallen in Solarmodulen

Die Ausnahmeregelung der europäischen Schadstoffverordnung "RoHS" für Solarmodule hat gravierende Umweltrisiken zur Folge. Das geht aus einer Studie im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums über die "Schadstofffreisetzung aus Photovoltaik-Modulen" hervor. Die "Welt am Sonntag" berichtet über den Abschlussbericht des Stuttgarter Instituts für Photovoltaik (ipv) und des Instituts für Siedlungswasserbau, Wassergüte und Abfallwirtschaft …

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Deutsche sind Recycling-Europameister

Deutsche sind Recycling Europameister 310x205 - Deutsche sind Recycling-Europameister

Kein Land in Europa bereitet mehr Abfälle wieder auf als Deutschland. "Deutschland führt die Tabelle mit einer Recycling-Quote von 66 Prozent an, das ist weit mehr als der EU-Durchschnitt (46 Prozent)", heißt es in einem bisher unveröffentlichten Bericht des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) über Recycling in Europa, aus dem …

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Umweltschutzinvestitionen der Industrie 2014 auf Höchststand gestiegen

umweltschutzinvestitionen der industrie 2014 auf hoechststand gestiegen 310x205 - Umweltschutzinvestitionen der Industrie 2014 auf Höchststand gestiegen

Im Jahr 2014 haben Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) in Deutschland 7,9 Milliarden Euro in Sachanlagen für den Umweltschutz investiert, die der Verringerung, Vermeidung oder Beseitigung von Emissionen in die Umwelt dienen oder eine schonendere Nutzung der Ressourcen ermöglichen: Die Umweltschutzinvestitionen sind im Vergleich zu 2013 um 5,7 Prozent …

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Trotz des neuen Mindestlohns gehen Kontrollen zurück

Trotz des neuen Mindestlohns gehen Kontrollen zurück 310x205 - Trotz des neuen Mindestlohns gehen Kontrollen zurück

Trotz der Einführung des gesetzlichen Mindestlohns hat die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) 2015 weniger Arbeitgeber kontrolliert, als im Vorjahr. Dies geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Grünen im Bundestag hervor, die der "Süddeutschen Zeitung" (Freitags-Ausgabe) vorliegt. Danach prüfte die FKS knapp 43.700 Betriebe. 2014 waren es noch …

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Umweltforscher besorgt über Preisverfall bei Rohstoffen

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Der Umweltforscher Ernst Ulrich von Weizsäcker zeigt sich besorgt über den seit über einem Jahr anhaltenden starken Preisverfall bei den Rohstoffen. Der Experte warnt davor, dass es künftig wieder "böse Preissprünge nach oben" geben könnte, und fordert die Einführung einer "sanft ansteigenden Ressourcensteuer, um die langfristige Knappheit und die Schäden …

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