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News zu ADAC

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e. V., kurz ADAC, ist Deutschlands größter Automobilclub mit Sitz in München.
Zweck des ADAC ist „die Wahrnehmung und Förderung der Interessen des Kraftfahrwesens, des Motorsports und des Tourismus“. Er bietet – direkt oder über Tochterunternehmen – Dienstleistungen an und produziert Stadtpläne sowie Straßenkarten. Außerdem betreibt er mehrere Fahrsicherheitszentren. Die ursprüngliche und bekannteste Dienstleistung des Clubs ist die Pannenhilfe.
Außerdem betreibt der ADAC über die ADAC Luftrettung gGmbH die zweitgrößte Flotte von Rettungshubschraubern in Deutschland; diese Hubschrauber flogen im Jahr 2012 49.243 Einsätze.

Der ADAC wurde am 24. Mai 1903 im Hotel Silber in Stuttgart als Deutsche Motorradfahrer-Vereinigung gegründet und im Jahr 1911 in den Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) umgewandelt. Der preußische Adler wurde anlässlich der Unterstützung durch den letzten deutschen Kaiser und preußischen Erbkönig, Wilhelm II., als Wappentier für den ADAC gewählt.

Während der Zeit des Nationalsozialismus wurden alle Kraftfahrer-Vereine und Automobilclubs in den Verein Der Deutsche Automobil-Club e. V. (DDAC) überführt, der neben dem NSKK bestand (gesellschaftliche Gleichschaltung). „Eine Schau für das Volk – nicht mehr, wie in vergangenen Jahren, eine Ausstellung für die bürgerlichen, wohlhabenden Schichten. Volkskraftfahrt – das ist Kraftfahrt im Geist des Führers!“ lautete ein Aufruf des DDAC zur Automobilausstellung 1934.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der ADAC zunächst am 5. Dezember 1946 in München wieder gegründet und ab 1948 auch in den übrigen westlichen Besatzungszonen zugelassen. Der wiedergegründete ADAC sieht sich in der Tradition des von 1903 bis 1933 bestandenden ADAC und setzt diese fort. An der Spitze des Vereins steht nun ein Präsident (früher 1. Vorsitzender).

Im Jahr 1974 – vier Jahre nach dem Höchststand der Unfallzahlen in der damaligen Bundesrepublik Deutschland (62 Millionen Einwohner) mit jährlich mehr als 19.000 Verkehrstoten (2009 Gesamtdeutschland mit 83 Millionen Einwohnern etwa 4000)[5] und drei Monate nach dem Höhepunkt der Ölkrise mit dem ersten autofreien Sonntag in Deutschland – prägte der ADAC unter seinem Präsidenten Franz Stadler (1913–2000) den Slogan Freie Bürger fordern freie Fahrt (Autoaufkleberaktion, dpa vom 28. Februar 1974). Diese Aktion zog Proteste und Austritte nach sich, da ein Teil der Mitglieder die Pro-Auto-Politik des Vereins nicht teilte. In der ADAC-Chronik findet sich dazu folgender Eintrag:

„1974: Der ADAC kritisiert den Tempo-100-Großversuch auf Autobahnen. Die ‚Motorwelt’ kündigt an, dass der Club alles tun wolle, das ‚unrealistische Kriechtempo’ zu verhindern. Mit Tempo 100 auf Landstraßen hat sich der ADAC hingegen angefreundet.“

Politisch wirkte die Kampagne aufgrund der unerwarteten Polarisierung bewusstseinsbildend und stärkte auch die Umweltbewegung in Deutschland.

1989 traten 20 meist linksliberale Deutsche wegen ADAC-Aktionen gegen Tempo 100 auf der AVUS in Berlin aus dem ADAC aus und machten den Austritt mit einer Annonce unter dem Titel ADAC Ade bekannt. Unter den 20 Unterzeichnern der Annonce waren Klaus Staeck und Günter Grass. In der Annonce wurde dem ADAC vorgeworfen, er fördere „umweltfeindliches Verhalten“, „gemeingefährliche Raserei“ und „Mißbrauch des Wortes Freiheit“. In Berlin traten in der Folge 2000 Mitglieder aus. Der Umweltschutzverein Robin Wood nannte den ADAC damals der „Auto-Darf-Alles-Club“.

2003 kritisierte der Verein den Modellversuch zum Führerschein mit 17 in Niedersachsen und feierte sein 100-jähriges Bestehen.
Der ADAC ist laut dem ehemaligen Präsidenten Peter Meyer „nicht gemeinnützig, sondern ein Idealverein, der seine Tätigkeit nicht nach wirtschaftlichen Zwecken ausrichtet, sondern sich an den Interessen und Bedürfnissen seiner Mitglieder orientiert“.

Nach der Vertrauenskrise 2014 organisiert sich der ADAC im Laufe des Jahres 2016 neu. Der ADAC soll demnach künftig in einer Drei-Säulen-Struktur aus einem Verein, einer europäischen Aktiengesellschaft und einer Stiftung organisiert sein. Dem hatten die rund 200 Delegierten auf der außerordentlichen Hauptversammlung Ende 2014 zugestimmt. 2015 wurde die Struktur im Detail erarbeitet. Auf der ADAC Hauptversammlung 2016 in Lübeck haben die Delegierten einer Neustrukturierung des ADAC zugestimmt. Künftig wird es eine Drei-Säulen-Struktur aus einem Verein, einer europäischen Aktiengesellschaft und einer Stiftung geben.

Im als Idealverein organisierten ADAC e.V. werden zentrale Mitgliederleistungen wie z.B. Pannenhilfe, Verbraucherschutz, Motorsport, Touristik, Juristische Zentrale und die Clubzeitschrift „ADAC Motorwelt“ zusammengefasst.

Kommerzielle Aktivitäten werden in einer eigenständigen, vom Verein getrennten Aktiengesellschaft (ADAC SE) zusammengefasst.

Eine neu zu gründende ADAC Stiftung tritt als dritte Säule neben den Verein und die Aktiengesellschaft. In dieser Stiftung werden die gemeinnützigen Aktivitäten des ADAC gebündelt. Die Stiftungszwecke orientieren sich an den Vereinszwecken des ADAC e.V. Zweck der Stiftung ist die Förderung der Rettung aus Lebensgefahr, der Unfallverhütung, der Wissenschaft und Forschung, der Bildung sowie der Mildtätigkeit.

Die Umsetzung der 3-Säulen-Struktur soll bis Ende 2016 vollständig abgeschlossen sein.

KBA will Nachrüstkatalysator für Dieselfahrzeuge genehmigen

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat seine Bereitschaft bekundet, ein erstes Set zur Nachrüstung von Dieselautos mit Stickoxidkatalysatoren zu genehmigen. Das berichtet der „Spiegel“ in seiner aktuellen Ausgabe. In einem Schreiben an den Anbieter solcher SCR-Katalysatoren empfiehlt die Behörde, sich an ein anerkanntes Prüflabor zu wenden. Dort müsse lediglich nachgewiesen werden, dass …

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Union fordert Nachbesserungen bei Musterfeststellungsklage

Die Union lehnt den Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums zur Musterfeststellungsklage ab und fordert Nachbesserungen. „Wir wollen weder großen Kanzleien noch Verbänden mit dem Geschäftsmodell Abmahnungen ein neues Feld auf dem Silbertablett präsentieren“, sagte die rechts- und verbraucherpolitische Sprecherin der Unions-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU), dem „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe). „Unter anderem deshalb muss die …

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SPD wirft Union Blockade der Musterfeststellungsklage vor

Die SPD hat der Union vorgeworfen, die regierungsinterne Ressortabstimmung über den Gesetzentwurf des Bundesjustizministeriums zur Musterfeststellungsklage zu blockieren. „Bei der Frage der Klagebefugnis mauert die Union und bringt den Zeitplan in Gefahr“, sagte der rechtspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Johannes Fechner, dem „Handelsblatt“ (Donnerstagsausgabe). „Für den überraschenden Diskussionsbedarf der Unions-Ressorts Kanzleramt …

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ADAC befürwortet Verwendung von Dashcam-Aufnahmen vor Gericht

In der Diskussion über die Nutzung von sogenannten Dashcams in Autos fordert der ADAC, dass Aufnahmen von Unfällen im Straßenverkehr bei Gerichtsverfahren verwendet werden dürfen. „Wer nur situativ aufnimmt, weil er eine Gefahr erkennt oder weil seine Kamera nur einen kleinen Speicher hat, sollte diese Aufnahmen auch in einem späteren …

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ADAC fordert Nachrüstungspflicht für Autokonzerne per Gesetz

Der Vizepräsident des ADAC, Ulrich Klaus Becker, unterstützt den neuen Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) mit seiner Forderung, der Autoindustrie die Kosten für die Hardware-Nachrüstungen von Euro-5-Diesel-Fahrzeugen notfalls per Gesetz aufzubürden. Dies sein ein „starkes Signal“ des Ministers an die Verbraucher, sagte Becker dem „Handelsblatt“. Dies gelte ebenso für Scheuers „klare …

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ADAC-Präsident warnt Autoindustrie vor Überheblichkeit

Der Automobilclub ADAC warnt die deutschen Autobauer eindringlich vor Überheblichkeit. Die Argumente der Manager gegen Nachrüstungen älterer Dieselautos seien „immer gleich, das macht sie aber nicht besser“, sagte ADAC-Präsident August Markl der „Süddeutschen Zeitung“ (Ausgabe vom Montag). Tatsächlich führen die Autohersteller in der Debatte um Dieselabgase ohne Unterlass an, sogenannte …

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Regierung fürchtet Fahrverbote auch für neue Diesel

Die drohenden Fahrverbote könnten auch auf Wagen der Schadstoffklasse 6 ausgedehnt werden. Das fürchtet nach Informationen des „Spiegel“ jedenfalls die Bundesregierung. Grund sind ähnlich schlechte Abgaswerte, die diese Wagen im Vergleich zu älteren Dieseln im Straßenverkehr aufweisen. Das ergibt sich aus Messwerten des Kraftfahrt-Bundesamts und des ADAC. Dies biete, so …

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Verbraucherschützer-Chef: Diesel-Nachrüstung zur Chefsache machen

Deutschlands oberster Verbraucherschützer, Klaus Müller, hat Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nach dem Leipziger Diesel-Urteil aufgefordert, die Diesel-Nachrüstung durch Autohersteller zur Chefsache zu machen. „Der politische Druck auf die Autohersteller muss viel größer werden“, sagte Müller, Chef des Bundesverbands Verbraucherzentrale (VZBV), der „Rheinischen Post“ (Donnerstagsausgabe). „Die Bundeskanzlerin muss die Lösung des …

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Autoexperte: Pflicht zur Nachrüstung wird nicht funktionieren

Der Autoexperte Willi Diez, Leiter des Instituts für Automobilwirtschaft an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen, glaubt nicht, dass die oft geforderte Pflicht zur Nachrüstung älterer Diesel-Autos als Folge des Urteils des Bundesverwaltungsgerichts funktionieren wird: „Das müssten alle Hersteller bezahlen“, sagte Diez der „Heilbronner Stimme“ (Mittwochsausgabe). „Euro-5-Diesel wurden aber …

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