Devisenhandel

Devisenhandel bedeutet der An- und Verkauf von Devisen durch Landesbanken und die Zentralbank. Der amtliche Wechselkurs (Devisenkurs) wird in der Bundesrepublik an den Devisenbörsen Frankfurt am Main, Berlin, Düsseldorf, Hamburg und München ermittelt. Dabei nimmt Frankfurt eine Zentralstellung ein, da dort die Deutsche Bundesbank und die Europäische Zentralbank ihre Sitze haben, die bei Erreichen der äußersten Ankaufs- und Verkaufskurse (Interventionspunkte) durch Käufe oder Verkäufe eingreifen müssen.

Alle Devisenbörsen sind während der Börsenzeit ständig über eine Ringtelefonleitung verbunden. Der Makler an der Frankfurter Börse eröffnet die Kursfeststellung, indem er für jede Währung einen geschätzten Kurs nennt. Die Devisenhändler (Vertreter der Kreditinstitute) geben daraufhin ihre Aufträge an die Börsenmakler. Soweit sich die Aufträge nicht an den jeweiligen Börsen ausführen lassen, werden sie nach Frankfurt weitergegeben und dort ausgeglichen.

Veröffentlicht werden Geld- und Briefkurse. Zu Geldkursen kaufen die Kreditinstitute Devisen von ihren Kunden, zu Briefkursen verkaufen sie Devisen an ihre Kunden. Von den amtlichen Devisenkursen sind Sortenkurse zu unterscheiden. Während Devisen Guthaben, Schecks oder fällige Wechsel in ausländischer Währung sind, handelt es sich bei Sorten um Noten oder Münzen in ausländischer Währung. Sortenkurse sind keine amtlichen Kurse. Sie werden von den Kreditinstituten auf Grund der Marktlage festgesetzt.

Wert des Geldes

Der Binnenwert des Geldes ist abhängig vom allgemeinen Preisniveau (P), das wiederum durch folgende Faktoren bestimmt wird:

  • die umlaufende Geldmenge (G)
  • die Umlaufgeschwindigkeit des Geldes (U), das ist die Häufigkeit, mit der eine Geldeinheit in einem bestimmten Zeitraum weitergegeben wird,
  • Handelsvolumen (H), das ist die Summe aller Sachgüter- und Dienstleistungsmengen, die in einem Zeitraum umgesetzt wird.

G * U = P * H

Da die Umlaufgeschwindigkeit des Giralgeldes nicht der des Bargeldes entspricht, wird das Giralgeld heute als besondere Größe (G‘ * U‘) in die Gleichung eingesetzt.

Geldvolumen: G * U + G‘ * U‘ = Gütervolumen: P *

dadurch kann das allgemeine Preisniveau ermittelt werden:

P = (G * U + G‘ * U‘) / H

Der Geldwert verhält sich umgekehrt proportional zum allgemeinen Preisniveau:

  • steigt das allgemeine Preisniveau, sinkt der Geldwert
  • sinkt das allgemeine Preisniveau, steigt der Geldwert

Der Außenwert des Geldes wird durch den Wechselkurs gemessen. Unter Wechselkurs versteht man das Tauschverhältnis zwischen zwei Währungen, z.B. Euro und US-Dollar. Es ist der Preis, der in Inlandswährung für eine oder hundert Einheiten ausländischer Währung zu zahlen ist.

Man unterscheidet:
Relativ feste Wechselkurse sind durch Paritäten (festgelegte Tauschverhältnisse) gekennzeichnet, die innerhalb bestimmter Schwankungsbreiten unter- oder überschritten werden dürfen. Notenbanken solcher Währungen müssen durch Käufe oder Verkäufe von Fremdwährungen eingreifen, wenn die Schwankungsgrenzen erreicht werden. Erreicht der Wechselkurs einer Währung den oberen Interventionspunkt, muss diese ausländische Währung von der Notenbank abgegeben werden; erreicht der Wechselkurs einer Währung den unteren Interventionspunkt, so muss diese Währung von der Notenbank angekauft werden.

Freie Wechselkurse kennen keine offiziellen Paritäten. Steigt in Deutschland die Nachfrage nach US-Dollar, z.B. weil Importe aus den USA zu bezahlen sind, steigt der Dollarpreis, d.h. Es sind mehr Euro 1 US-Dollar zu bezahlen. Steigt in Deutschland dagegen das Angebot in US-Dollar, sinkt der Dollarpreis. Bei sehr starken Kursschwankungen kommen auch bei floatenden Währungen Interventionen der Notenbanken vor, die Notenbanken sind jedoch nicht zu Interventionen verpflichtet.

Störungen des Geldwertes

Veränderungen des allgemeinen Preisniveaus und damit des Geldwertes entstehen, wenn es zu einem Ungleichgewicht zwischen der Gesamtnachfrage (Geldvolumen) und dem Gesamtangebot an Waren und Dienstleistungen (Gütervolumen) kommt.

Inflation: Unter Inflation ist eine wirtschaftliche Situation zu verstehen, in der die Gesamtnachfrage nach Waren und Dienstleistungen größer ist als das Gesamtangebot. Der Wert des Geldes sinkt. Deflation: Bei einer Deflation ist die Gesamtnachfrage nach Waren und Dienstleistungen kleiner ist das Gesamtangebot. Der Wert des Geldes steigt.

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