Start > News zu GDL

News zu GDL

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) ist eine deutsche Gewerkschaft für das Fahrpersonal der Eisenbahnunternehmen. Sie ist Mitglied im DBB Beamtenbund und Tarifunion und hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Die GDL ist Tarifpartner der Deutschen Bahn und einiger privater Eisenbahnverkehrsunternehmen. Früher vertrat die GDL ausschließlich Lokomotivführer und damit auch eine durchsetzungsstarke Funktionselite, sie öffnete sich jedoch 2002 für das gesamte Fahrpersonal der Bahn und des öffentlichen Personennahverkehrs, letzteres gab sie wieder an die 2012 gegründete Nahverkehrsgewerkschaft im Beamtenbund ab.

Höchstes Organ der GDL ist eine Generalversammlung, welche in der Regel alle vier Jahre stattfindet. Als ausführendes Organ steht dieser neben einem 20 Mitglieder umfassenden Hauptvorstand ein geschäftsführender Vorstand vor. Den Bundesvorsitz hat seit dem 6. Mai 2008 Claus Weselsky inne, die beiden Stellvertreterpositionen Norbert Quitter und Lutz Schreiber.

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer untergliedert sich in sieben Bezirke: Bayern, Berlin-Sachsen-Brandenburg (BSB), Nordrhein-Westfalen, Frankfurt am Main (Hessen), Mitteldeutschland (Sachsen-Anhalt und Thüringen), Nord (Niedersachsen, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern sowie die Stadtstaaten Hamburg und Bremen) und Südwest (Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland). Unter dieser Bezirksebene bestehen ca. 200 Ortsgruppen mit etwa 34.000 Mitgliedern.

Seit 1958 besteht die Jugendorganisation GDL-Jugend. Sie vertritt die gewerkschaftspolitischen Interessen der GDL-Mitglieder bis zum 27. Lebensjahr in der Gewerkschaft. Die Gewerkschaft gibt eine Mitgliederzeitschrift namens Voraus mit zehn Ausgaben pro Jahr heraus.

In der Frankfurter Zentrale arbeiten 38, in den sieben regionalen Geschäftsstellen 20 weitere Vollzeitbeschäftigte.

Laut eigenen Angaben sei die GDL in allen 300 Bahn-Betrieben strukturell in der Minderheit. GDL-Betriebsräte würden etwa 30 Betriebe führen.

Nach eigenen Angaben liegt der Organisationsgrad unter den rund 25.000 Triebfahrzeugführern in Deutschland bei mehr als 70 Prozent, wobei mehr als 80 Prozent der Triebfahrzeugführer der Deutschen Bahn in der Gewerkschaft organisiert seien. Von den rund 11.000 Zugbegleitern der DB seien 30 Prozent GDL-Mitglied. Nach einer schriftlichen Vereinbarung mit dem DB-Konzern sollen die Zugbegleiter bis 2013 nicht in den GDL-Tarifvertrag integriert werden.

Ende Mai 2007 waren von 19.611 Triebfahrzeugführern der Deutschen Bahn 15.500 (79 Prozent) in der GDL organisiert, von 11.844 Mitarbeitern im Zugbegleitdienst der DB 3.900 (33 Prozent). Insgesamt 62 Prozent des Zugpersonals (19.450 von 31.455 Mitarbeitern) waren Mitte 2007 in der GDL organisiert. Die Mehrzahl der Lokrangierführer sind hingegen in der EVG (vormals Transnet) organisiert (Stand: 2008).

Die Gewerkschaft organisierte nach dem Streik bei der Deutschen Bahn AG 2008 auch zunehmend U-Bahn-, Straßenbahn- und Busfahrer. In Berlin, München, Nürnberg und Saarbrücken wurden Ortsgruppen im Nah-/Stadtverkehr gegründet. Allein in der am 28. März 2008 gegründeten GDL-Ortsgruppe für Mitarbeiter der Berliner Verkehrsbetriebe und BT Berlin Transport GmbH waren vor Gründung bereits rund 500 Mitarbeiter organisiert.

Durch die Öffnung für Beschäftigte des ÖPNV zog die GDL bei der Mitgliederstärke zahlenmäßig mit der Verkehrsgewerkschaft GDBA gleich, blieb aber bei den Bahnbeschäftigten hinter dieser und deutlich hinter der DGB-Gewerkschaft Transnet. Mit der im November 2010 vollzogenen Fusion von GDBA und Transnet zur 240.000 Mitglieder zählenden Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft im DGB bleibt der GDL mit 34.000 Mitgliedern der zweite Platz, zumal im DGB die ÖPNV-Beschäftigten im Ver.di-Fachbereich Verkehr organisiert sind.

Nachdem die GDL infolge der gescheiterten Nahverkehrsstreiks 2011 und 2012 in diesem Bereich wieder an Mitgliedern verloren hatte, gründete man innerhalb des Beamtenbundes am 3. Oktober 2012 die Nahverkehrsgewerkschaft, in der die in der GDL verbliebenen Nahverkehrsbeschäftigten mit dem Fachbereich Nahverkehr der DBB-Kommunalgewerkschaft komba zusammengefasst werden sollen. Neben Triebfahrzeugführern vertritt die GDL mehr als 9000 Mitglieder in anderen Berufsgruppen.

Zweifel an Job-Zielen der Bahn

Die Ankündigung der Deutschen Bahn AG (DB), im laufenden Jahr 22.000 neue Stellen zu besetzen, stößt bei der deutschen Wirtschaft auf große Skepsis. Dem Focus sagte der Arbeitsmarktexperte des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW), Oliver Stettes: „22.000 neue Beschäftigte zu finden, das wird dauern. Mit Blick auf das Ziel …

Jetzt lesen »

GDL-Chef Weselsky kritisiert Warnstreiks der EVG

Der Chef der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, hat die angekündigten Warnstreiks der EVG bei der Bahn kritisiert. „Ich glaube, die EVG will auch mal zeigen, dass sie streiken kann“, sagte Weselsky dem „Tagesspiegel“ (Montagsausgabe). „Dass die Lokführer das können, haben wir ja in der Vergangenheit mehrfach bewiesen.“ Die Warnstreiks der …

Jetzt lesen »

Bahn-Tarifrunde abgebrochen – Warnstreiks möglich

Die Tarifgespräche zwischen der Deutschen Bahn und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) sind abgebrochen worden. Das teilte die Gewerkschaft am Samstag mit und kündigte Warnstreiks an. Die Bahn kritisierte die Entscheidung der Gewerkschaft als „völlig überflüssige Eskalation“. „Bei diesem Angebot den Verhandlungstisch zu verlassen, ist nicht nachvollziehbar“, sagte DB-Personalvorstand Martin …

Jetzt lesen »

Ex-Bahn-Vorstand erwartet zu Weihnachten Chaos auf der Schiene

Der ehemalige Bahn-Vorstand Volker Kefer erwartet, dass sich das aktuelle Chaos bei der Deutschen Bahn in den Weihnachtsverkehr hinein erstreckt. „Entweder das System funktioniert oder es funktioniert nicht. Sie können die derzeitigen Mängel nicht einfach ein paar Tage überspielen“, sagte Kefer der Wochenzeitung „Die Zeit“. Auch der Vize-Aufsichtsratsvorsitzende des Konzerns, …

Jetzt lesen »

Lokomotivführer planen keine Streiks

Claus Weselsky, Vorsitzender der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer GDL, plant derzeit keine Streiks. „Beide Seiten haben sich vorgenommen, die Tarifverhandlungen erfolgreich zu führen, sprich ohne Schlichtung und ohne Streiks auszukommen“, sagte Weselsky der „Passauer Neuen Presse“ (Freitagsausgabe). Zwar habe der Vorstandschef der Bahn eine Gewinnwarnung ausgegeben und „bloß“ zwei statt zweieinhalb …

Jetzt lesen »

Gewerkschaften schließen Bahnstreiks nicht aus

In der bevorstehenden Tarifrunde bei der Deutschen Bahn könnte es später im Jahr zu Streiks kommen. Die Gewerkschaften wollen den Bahnvorstand ungeachtet der wirtschaftlichen Schwierigkeiten nicht schonen, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Montagsausgabe). „Niemand kann erwarten, dass wir auf dieses Druckmittel verzichten. Streiks bleiben für uns eine Option“, sagte der …

Jetzt lesen »

Bahn will 19.000 neue Mitarbeiter einstellen

Die Deutsche Bahn will in diesem Jahr rund 19.000 neue Mitarbeiter einstellen. „Das ist die Größenordnung einer Kleinstadt. Darunter sind allein über 1.000 Lokführer und Lokführer-Azubis“, sagte der neue Personalvorstand der Deutschen Bahn, Martin Seiler, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Sonntagsausgaben). Darüber hinaus werden 4.000 Auszubildende und Dual Studierende gesucht. Den …

Jetzt lesen »

Lokführergewerkschaft kritisiert Bahn für ICE-Neubaustrecke

Der Chef der Lokführergewerkschaft (GDL), wirft der Bahn einen Kaltstart auf der Neubaustrecke Berlin-München vor: „Unsere Lokführer tun ihr Bestes“, sagte Weselsky den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Es hat aber keinen Probebetrieb für sie gegeben. Sie fahren nur mit Hilfe der Instrukteure, die einen solchen Probebetrieb gefahren sind.“ Hinzu kämen bei …

Jetzt lesen »

GDL-Chef sieht sich durch Urteil zur Tarifeinheit bestätigt

Der Vorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, sieht sich durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Tarifeinheit bestätigt. „Das Gericht hat die Tarifautonomie der Spartengewerkschaften bestätigt“, sagte Weselsky dem „Handelsblatt“. „Wir haben es geschafft, uns durchzusetzen.“ Zugleich griff der Gewerkschaftsführer Arbeitsministerin Andrea Nahles (SPD) an. „Der existenzbedrohliche Angriff einer sozialdemokratischen Arbeitsministerin …

Jetzt lesen »