Tag Archives: Kalte Progression

Die kalte Progression im engeren Sinne ist die Steuermehrbelastung, die im Zeitablauf dann eintritt, wenn bei einem progressiven Einkommensteuertarif der Grundfreibetrag und die Tarifkennlinie nicht an die Preissteigerungsrate angepasst werden. Beispiel: Die Inflation betrage in einem Jahr 2 Prozent. Ein Steuerpflichtiger erziele im gleichen Jahr einen Zuwachs des Nominaleinkommens vor Steuer von ebenfalls 2 Prozent. Damit wäre ein Kaufkraftausgleich erreicht, wenn nicht wegen seines höheren Nominaleinkommens seine Steuerbelastung aufgrund des progressiven Tarifs anstiege. Nach Abzug der Mehrsteuer hat er trotz eines höheren Nominaleinkommens eine geringere Kaufkraft.

Ausgleich kalter Progression könnte Bund 37 Milliarden Euro kosten

Die Kalte Progression könnte aufgrund der derzeit hohen Inflationsraten große Löcher in den Bundeshaushalt reißen. Dies geht aus Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor, über die das „Handelsblatt“ (Donnerstagausgabe) berichtet. Gliche die Bundesregierung wie von Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) angekündigt die schleichenden Steuererhöhungen in den nächsten zwei Jahren voll aus, kostete das den Fiskus bis einschließlich 2024 insgesamt …

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Teuteberg kritisiert SPD-Pläne für Vermögensteuer

FDP-Generalsekretärin Linda Teuteberg hat die Pläne der SPD zur Einführung einer Vermögensteuer und zur teilweisen Abschaffung des Solidaritätszuschlags scharf kritisiert. „Das ist plumper Linkspopulismus“, sagte Teuteberg der „Welt“ (Freitagsausgabe). Die Sozialdemokraten wollten damit Neid schüren. „Wer sachlich über Gerechtigkeit reden will, muss deshalb nicht an niedere Instinkte appellieren und so tun, als ob Wohlstand ab einer gewissen Höhe anstrengungs- und …

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Koalitionsvertrag wird teurer als kalkuliert

Der Koalitionsvertrag von Union und SPD wird teurer als bisher kalkuliert. Nach Berechnungen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) fehlen dem Bundeshaushalt durch den geplanten weiteren Abbau der kalten Progression in der laufenden Wahlperiode bis zu neun Milliarden Euro. Das berichten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe in ihren Samstagausgaben. Rechnet man die Einnahmeausfälle hinzu, die Bundesländern und den Gemeinden bei der …

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Experten: 2022 drohen neue Schulden für den Bund

Die von Union und SPD im Koalitionsvertrag vereinbarten zusätzlichen Ausgaben werden nach Experteneinschätzung spätestens im Jahr 2022 zu neuen Schulden für den Bund führen. „Allein die im Finanztableau konkret aufgelisteten `prioritären` Projekte weisen mittelfristig den Weg in die Neuverschuldung“, heißt es in einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) über welche das „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ (Freitagsausgaben) berichtet. Ausgehend von der …

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Gesamtmetall-Präsident gegen Aufweichung der 35-Stunden-Woche

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall warnt vor einer harten Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie um die Arbeitszeit. Wenn die IG Metall die 35-Stunden-Woche nach unten aufweichen wolle, werde der Fachkräftemangel in unverantwortlicher Weise verschärft, sagte Gesamtmetall-Präsident Rainer Dulger dem „Handelsblatt“ (Montagausgabe). „Das zerschlägt nicht nur nachhaltig unseren wirtschaftlichen Erfolg, wir würden auch eine massive Tarifflucht erleben. Und Produktionsverlagerungen ins Ausland, weil …

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Unionsfraktionsvize hält Steuerdebatte für überbewertet

Aus Sicht führender Unionspolitiker gibt es im Bundestagswahlkampf 2017 wichtigere Themen als Steuerentlastungen. „Wir führen eine Diskussion, die an der Realität der Menschen vorbeigeht“, sagte der Fraktionsvize und Finanzexperte der Union, Ralph Brinkhaus (CDU), der „Welt“. „Die Leute kommen doch gar nicht an und sagen, es sei ganz wichtig, 300 Euro im Jahr bei den Steuern zu sparen. Die haben …

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Wahlprogramm der Union wird vorgestellt

Kommenden Montag wollen die Vorstände von CDU und CSU ihr Wahlprogramm für die Bundestagswahl beschließen, anschließend werden es CDU-Chefin Angela Merkel und CSU-Chef Horst Seehofer vorstellen. Das wurde am Montag aus Parteikreisen bekannt, ebenso wie Details aus dem Steuerkonzept. So soll der Kinderfreibetrag an den von Erwachsenen angeglichen werden. Erwerb von Wohneigentum soll gefördert werden, unter anderem durch ein „Baukindergeld“ …

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Steuerplus: Gesamtmetall-Präsident verlangt Abbau von Altschulden

Rainer Dulger, Präsident des Arbeitgeberverbandes Gesamtmetall, fordert in der Debatte um höhere Steuerentlastungen, Altschulden abzubauen. „Ich finde es schon erschreckend, dass steigende Steuereinnahmen einen Ideenwettlauf auslösen, wie man die Ausgaben erhöhen kann“, sagte Dulger der „Heilbronner Stimme“ (Samstagausgabe). „Ziel der Haushaltspolitik darf es nicht sein, möglichst viele Wählerstimmen zu kaufen – sondern es gilt, die langfristige Handlungs- und Investitionsfähigkeit auch …

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Lindner: „Gier des Staates hat kleptokratische Züge angenommen“

Kurz vor Veröffentlichung der Steuerschätzung hat FDP-Chef Christian Lindner eine Entlastung der Bürger gefordert: „Die Gier des Staates hat kleptokratische Züge angenommen. Für die FDP ist klar, dass in diesem Jahr eine Trendwende in der Steuerpolitik erreicht werden muss“, sagte Lindner dem „Handelsblatt“. Die jährlichen Einnahmen des Staates werden laut Lindner 2020 um gut 100 Milliarden Euro höher liegen als …

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Spitzengewerkschafter wollen Steuerentlastungen für Mittelschicht

Führende Gewerkschafter fordern die Politik auf, die Mittelschicht steuerlich zu entlasten. Das berichtet die „Welt am Sonntag“. Millionen von Arbeitnehmern würden steuerlich behandelt wie Spitzenverdiener, obwohl sie nur Tariflohn bekämen, kritisierte etwa Michael Vassiliadis, der Vorsitzende der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE). „Unter den Millionen Beschäftigten, die inzwischen den Spitzensteuersatz zahlen, sind auch Hunderttausende unserer Leute. Wenn die Tarifbeschäftigten …

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CDU will Insolvenzordnung für Euro-Staaten

Die CDU tritt für eine geordnete Insolvenz von Euro-Staaten ein. In einer Erklärung für die am Freitag beginnende Klausur des CDU-Vorstands im Saarland heißt es laut eines Berichts der Zeitungen der Funke-Mediengruppe: „Den Europäischen Stabilitätsmechanismus wollen wir mit einer Insolvenzordnung für Euro-Staaten ergänzen.“ Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) wird in seinem Kurs bestätigt. Im Falle eines Sieges bei der Bundestagswahl will …

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