Stichwort zu Senegal

Der Senegal ist ein Staat in Westafrika. Sein Territorium ist etwa halb so groß wie Deutschland; es erstreckt sich von den Ausläufern der Sahara im Norden, wo das Land an Mauretanien grenzt, bis an den Beginn des tropischen Feuchtwaldes im Süden, wo die Nachbarn Guinea und Guinea-Bissau sind, sowie von der kühlen Atlantikküste im Westen in die heiße Sahel-Region an der Grenze zu Mali. Die südlichen Landesteile des französischsprachigen Senegal, die Casamance, werden durch den tief in den Osten reichenden englischsprachigen Kleinstaat Gambia abgetrennt.
Das Gebiet des Senegal ist bereits seit dem 12. Jahrhundert ein Teil der islamischen Welt und auch heute bekennen sich mehr als 90 % der 12 Millionen Einwohner des Landes zum Islam. Nachdem die Region von mehreren afrikanischen Reichen beherrscht wurde, wurde sie im Jahre 1895 zur ersten französischen Kolonie in Afrika. Am 20. August 1960 wurde Senegal unabhängig; es behielt ein Mehrparteiensystem bei und wurde zu einem der wenigen demokratischen Staaten auf dem afrikanischen Kontinent.

Gambia: Langjähriger Machthaber geht ins Exil

Yahya Jammeh, langjähriger Machthaber im westafrikanischen Gambia, geht ins Exil. Vorausgegangen waren schwere Machtkämpfe mit dem Sieger der landesweiten Wahl Anfang Dezember, Adama Barrow, und eine angedrohte Militärintervention westafrikanischer Staaten. Nach Angaben von Vermittlern wird Jammeh von Äquatorialguinea aufgenommen. Ein Flugzeug sei bereits am Samstagabend von der gambischen Hauptstadt Banjul aus gestartet. Nach Medienberichten wurde Jammeh dabei vom Präsidenten Guineas, …

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Krise in Gambia gelöst: Jammeh tritt ab

Die schwere diplomatische Krise in Westafrika um den langjährigen Machthaber von Gambia, Yahya Jammeh, ist gelöst. In einer landesweiten Fernsehansprache kündigte er seinen Rücktritt an. „Ich denke, dass es nicht nötig ist, auch nur einen Tropfen Blut zu vergießen“, sagte Jammeh. Zuvor hatten Truppen aus dem Senegal und der Staatengemeinschaft ECOWAS mit Billigung der Vereinten Nationen die Grenze überschritten, um …

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Senegalesische Truppen dringen nach Gambia ein

Parallel zum Einmarsch Senegals hatte der UNO-Sicherheitsrat einstimmig grünes Licht für ein Eingreifen der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (Ecowas) gegeben. UNO-Generalsekretär António Guterres rief nach Angaben seines Sprechers am Abend den Wahlsieger Barrow an, um ihm die Unterstützung der UNO zuzusichern. An der Grenze Gambias, dessen Staatsgebiet bis auf die Küste komplett von Senegal umschlossen wird, hielten sich auch Soldaten aus Nigeria …

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Barrow als neuer Staatschef Gambias vereidigt

Adama Barrow ist am Donnerstag als neuer Staatschef Gambias vereidigt worden. Die Zeremonie, die im staatlichen Fernsehen übertragen wurde, fand allerdings in der gambischen Botschaft in der senegalesischen Hauptstadt Dakar statt. Der bisherige gambische Präsident, Yahya Jammeh, hatte kurz vor dem Ablauf seiner Amtszeit den Ausnahmezustand verhängt und weigert sich, das Amt aufzugeben. Senegal erklärte am Mittwoch seine Bereitschaft zur …

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Lega-Nord-Chef will Umdenken in europäischer Einwanderungspolitik

Mit Blick auf das Attentat von Berlin hat der Chef der italienischen Lega Nord, Matteo Salvini, zu einem Umdenken in der europäischen Einwanderungspolitik aufgerufen. „Wenn jeder ankommen und machen kann, was er will, dann wirst du mit dem Problem nicht mehr fertig“, sagte Salvini der „Welt“. Viele hätten den Fehler gemacht, die Ereignisse der Silvesternacht in Köln vor einem Jahr …

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Entwicklungsminister startet Programm zur Flüchtlings-Rückführung

Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) hat die ersten 25 Millionen Euro eines Rückführungsprogramm für Flüchtlinge freigeben. „Für die erste Phase benötige ich 100 Millionen Euro“, sagte Müller der „Welt“. Ziel sei es, Flüchtlingen auf freiwilliger Basis die Rückkehr in ihre jeweiligen Heimatländer zu ermöglichen. Keiner solle als „Loser“ zurückkehren müssen und sich deshalb einer Heimfahrt verweigern, sagte der Entwicklungsminister. „Ich starte …

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EU bietet afrikanischen Staaten „Migrationspartnerschaften“ an

Nach dem Flüchtlingsabkommen mit der Türkei wendet sich die EU-Kommission jetzt Afrika zu. Brüssel will zunächst sieben afrikanischen Staaten so genannte „Migrationspartnerschaften“ anbieten: „Das Ziel ist eine Bekämpfung von Fluchtursachen und ein Rückgang der irregulären Migration nach Europa: Die Idee baut auf Erfahrungen auf, die wir zuletzt mit dem Abkommen zwischen der EU und der Türkei gemacht haben“, sagte der …

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17 Staaten verweigern Rücknahme abgelehnter Asylbewerber

Bundesinnenministerium und Auswärtiges Amt wollen mehr abgelehnte Asylbewerber abschieben und erhöhen den Druck auf 17 Staaten, die sich gegen die Rücknahme ihrer Bürger aus Deutschland wehren. Das geht aus Unterlagen der Bundesregierung hervor, die der „Welt“ vorliegen. Demnach haben das Bundesinnenministerium und das Auswärtige Amt diplomatische Beschwerdebriefe – sogenannte Demarchen – an „besonders problematische Staaten“ gerichtet, wie es dort heißt. …

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EU-Kommission legt erstmals Liste "sicherer Herkunftsländer" vor

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Die EU-Kommission wird am kommenden Mittwoch erstmals eine Liste mit sogenannten „sicheren Herkunftsländern“ vorlegen. Darauf steht neben den Staaten des westlichen Balkans auch die Türkei, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.), der der Vorschlag der Kommission am Samstag vorlag. Die Liste soll durch eine Verordnung im europäischen Recht verankert und somit für alle Mitgliedstaaten verbindlich werden. Bei Asylbewerbern aus diesen …

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Länder-Grüne: Balkanstaaten keine sicheren Herkunftsländer

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Bei den Grünen in den Bundesländern bildet sich eine breite Ablehnungsfront gegen die Bereitschaft des baden-württembergischen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann (Grüne), unter Umständen weitere Balkanstaaten als sichere Herkunftsländer einzustufen und somit Abschiebungen zu beschleunigen. Damit schwinden die Chancen, dass eine Aufnahme Albaniens, Montenegros und des Kosovos in die Reihe sicherer Herkunftsstaaten im Bundesrat eine Mehrheit bekäme. „Wir lehnen das Konstrukt `sichere …

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Forderung aus Bayern zu sicheren Drittstaaten stößt auf Skepsis

Berlin – Die Forderung des bayerischen Innenministers Joachim Herrmann (CSU), drei weitere Westbalkanländer als sichere Drittstaaten einzustufen, ist in der Bundesregierung und in der Opposition auf Skepsis gestoßen. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums sagte der „Welt“: „Ein derartiges Vorhaben ist derzeit nicht in Vorbereitung.“ Nach Meinung der Grünen-Parteichefin Simone Peter würde die von Herrmann geforderte Maßnahme nichts an der derzeitigen Einwanderungssituation …

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