Wirtschaftsbereiche

Wirtschaftstheoretisch wird die Wirtschaft anhand der Drei-Sektoren-Hypothese der Volkswirtschaftslehre in drei Bereiche oder Sektoren eingeteilt. Das sind die Landwirtschaft (primärer Sektor), die Industrie (sekundärer Sektor) und der Bereich Dienstleistungen und Handel (tertiärer Sektor). Zwischen den einzelnen Bereichen gibt es deutliche Unterschiede hinsichtlich des Produktionsvermögens sowie der Weiterentwicklung produktionsfördernder Technologien. Bis zur Industrialisierung Mitte des 18. Jahrhunderts hatte die Landwirtschaft weltweit eine Vorrangsstellung, danach gewann der sekundäre Sektor massiv an Bedeutung. Die führenden Wirtschaftsbereiche moderner Industrienationen sind Dienstleistung und Handel. In Deutschland arbeiteten nach einer Erhebung von 2008 ungefähr 72 % aller Erwerbstätigen im Dienstleistungsgewerbe, 26 % waren in der Industrie tätig und nur etwa 2 % in der Landwirtschaft. Die wissenschaftliche Einteilung der Wirtschaftsbereiche dient unter anderem der Dokumentation von Entwicklungsprozessen, die weiterführende Gliederung der Wirtschaft nach Wirtschaftszweigen oder Branchen orientiert sich mehr an der Praxis.

Branchen werden nach der Art der Produkte oder Dienstleistungen benannt, die sie herstellen oder vertreiben. Zusammengefasst werden auch Unternehmen, die dieselben Technologien, Handwerkstechniken oder denselben Ausgangsstoff verwenden. Die Stahlindustrie befasst sich als Teil der Schwerindustrie zum Beispiel ausschließlich mit der Stahlerzeugung, die Bauwirtschaft beschäftigt sich als eigenständiger Wirtschaftszweig mit der Planung und Umsetzung von Bauprojekten aller Art. Wirtschaftszweige sind die Gliederungseinheit der amtlichen Statistik, die in Europa der Europäischen Norm „Statistische Systematik der Wirtschaftszweige in der Europäischen Gemeinschaft“ (NACE) folgt. Basis dieses Klassifikationssystems ist die „International Standard Industrial Classification of all Economic Activities“ (ISIC Rev 3) der Vereinten Nationen.

Die Einteilung der Wirtschaft nach Branchen schlägt sich auf mehreren Ebenen nieder. In der Betriebswirtschaftslehre haben sich verschiedene Studienfelder heraus gebildet, die sich ausschließlich mit der Struktur und Funktion einzelner Wirtschaftszweige beschäftigen. So behandelt zum Beispiel die Verkehrsbetriebslehre alle Funktionsbereiche des Transports und der Logistik. Die einzelnen Wirtschaftszweige sind in der Regel in Fachverbänden und/oder Kammern organisiert, die regional und überregional die Interessen ihrer Mitgliedsunternehmen vertreten. Dachverbände und übergeordnete Zusammenschlüsse einzelner Wirtschaftszweige sind meist auch am Abschluss von Tarifverträgen beteiligt.

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