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News zu Wirtschaftskrise

Als Wirtschaftskrise bezeichnet man in der Volkswirtschaftslehre die Phase einer deutlich negativen Entwicklung des Wirtschaftswachstums. Daneben bezeichnet man auch negative Entwicklungen bei anderen makroökonomischen Variablen (z. B. Preisniveau, Beschäftigung, Kapitalströme etc.) als Wirtschaftskrise. Eine Wirtschaftskrise kann einzelne oder mehrere Volkswirtschaften oder sogar die gesamte Weltwirtschaft betreffen.

Bezogen auf die wirtschaftliche Konjunktur unterscheidet man die drei Ausprägungen Stagnation, Rezession und Depression. Als Stagnation bezeichnet man eine Phase, in der eine Volkswirtschaft nicht wächst und somit der volkswirtschaftliche Output zwischen zwei Zeitpunkten stagniert. Allerdings ist es strittig, ob eine Phase der Stagnation schon als Wirtschaftskrise bezeichnet werden kann. In einem dem Boom folgenden volkswirtschaftlichen Abschwung schrumpft nach amerikanischer Definition der volkswirtschaftliche Output hingegen über mindestens zwei aufeinander folgende Quartale. Als Depression bezeichnet man eine lang andauernde Rezession.

Durch außergewöhnlich hohe Bilanzverluste und die Zunahme von Konkursen verändert sich stark die Unternehmensdemografie, insbesondere im sog. „Mittelstand“. Doch aus Sicht einiger Kapitaleigner oder im Hinblick auf eine wettbewerbsfähigere Unternehmenslandschaft werden Wirtschaftskrisen nicht immer nur negativ bewertet. In der Politik kann eine wirtschaftliche Krise unter günstigen Umständen den notwendigen Reformdruck erzeugen, um die die Krise verursachenden bzw. verstärkenden strukturellen Probleme zu lösen.

Insbesondere ärmere Bevölkerungsschichten sind mehrheitlich die Verlierer und leiden am schwersten unter den wirtschaftlichen Folgen der Krise. Der dramatische und anhaltende Anstieg der Arbeitslosigkeit bedeutet für viele Dauerarbeitslosigkeit und einen sozialen Abstieg. Er führt bei vielen zu gesundheitlichen Schäden wie Depression oder anderen aus Stress resultierenden Krankheiten und verringert die Lebenserwartung. Gleichzeitig verringern sich die Chancen, medizinische Betreuung in Anspruch nehmen zu können.

Die Krise erhöht auch die wirtschaftliche und soziale Unsicherheit. Ein OECD-Bericht von April 2009 sieht den Anteil der informellen Arbeit derzeit auf einem Rekordstand auf über der Hälfte der weltweit Erwerbstätigen und schätzt ein, dass er bis 2020 auf 2/3 ansteigen wird.

Für welchen politischen Ausweg sich die Regierung eines jeweiligen Staates entscheidet, hängt ab vom Zusammenwirken dieser fünf Punkte:

  • die wirtschaftliche Position der maßgeblichen gesellschaftlichen Kräfte und das politische Gewicht ihrer Vertretungsorgane (Gewerkschaften, Arbeitgeberverbände);
    die Fähigkeit der politischen Akteure, Koalitionen zwischen Parteien, Gruppen und Vereinigungen zu bilden;
  • die Bereitschaft und das Vermögen des Staats, in die Tätigkeit der Unternehmen einzugreifen;
  • die (mehr oder weniger liberalen) Traditionen des Staats; und
  • die Position des jeweiligen Staats innerhalb des geopolitischen Machtgefüges.

Negative Folge einer Wirtschaftskrise ist häufig die Zunahme der sozialen Spannungen (z. B. der Cacerolazo infolge der Argentinien-Krise). Manche Wirtschaftskrisen haben zu Bürgerkriegen und anderen kriegerischen Konflikten geführt, indem Konfliktpotenziale erhöht oder schon bestehende Konflikte verschärft wurden.

Mieten in München sind an der Schmerzgrenze angelangt

Ein Wort das jedem Angst macht: Immobilienblase! Dieses Wort löst spätestens seit dem Platzen der Blase 2008 mit folgender Wirtschaftskrise bei den Menschen Unbehagen aus. Droht das nun auch den Münchenern? Ein düsteres Bild des Münchener Immobilien-Marktes wird von der Studie der Schweizer Großbank UBS aufgezeichnet. Der Studie nach ist …

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Juncker trommelt für Europäische Arbeitslosenversicherung

Der Präsident der EU-Kommission, Jean-Claude Juncker, fordert die Einführung einer europäischen Arbeitslosenversicherung und macht dazu auch einen konkreten Finanzierungsvorschlag. „Es darf nicht sein, dass ein EU-Land im Fall einer unverschuldeten Krise wegen steigender Arbeitslosenzahlen das Arbeitslosengeld kürzen muss“, sagte Juncker der „Welt am Sonntag“. Wichtig sei vielmehr, „dass in Krisensituationen …

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Top-Ökonomen warnen Italien vor Eskalation des Haushaltsstreits

Deutsche Top-Ökonomen haben die italienische Regierung vor einer weiteren Eskalation des Haushaltsstreits mit der EU-Kommission gewarnt. „In der nächsten Wirtschaftskrise könnte das Vertrauen der Investoren in die italienischen Staatsfinanzen ganz kollabieren“, sagte Ifo-Chef Clemens Fuest der „Rheinischen Post“ (Samstagsausgabe). Da Italien sich nicht an die Fiskalregeln der EU halte, könne …

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WTO-Chef fürchtet schwere Wirtschaftskrise durch Handelsstreit

Roberto Azevêdo, Generaldirektor der Welthandelsorganisation (WTO), hat vor schweren Einbußen bei einer Eskalation des Handelsstreits gewarnt. „Unsere Ökonomen haben sich angeschaut, wie sich ein umfassender Handelskonflikt mit einem vollständigen Zusammenbruch der internationalen Kooperation in Handelsfragen auswirken würde. Ergebnis: Das weltweite Wirtschaftswachstum würde um 1,9 Prozentpunkte geringer ausfallen“, sagte Azevêdo der …

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Gehaltsabstand zwischen Vorständen und Mitarbeitern wächst wieder

Der Abstand zwischen Vorstandsvergütung und Mitarbeitereinkommen (Manager to Worker Pay Ratio) ist in den vergangenen Jahren wieder deutlich größer geworden. Das zeigt eine Studie des Instituts für Mitbestimmung und Unternehmensführung (IMU) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung, über die das „Handelsblatt“ berichtet. Im Durchschnitt verdiente ein DAX-Vorstand demnach das 71-fache eines Angestellten. Das …

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BDI-Präsident Kempf fordert neue Rohstoffstrategie

Der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) hat die Bundesregierung aufgefordert, ihre Rohstoffstrategie zu ändern. „Die steigende Nachfrage nach Rohstoffen für Zukunftstechnologien erfordert einen zügigen Paradigmenwechsel in der Rohstoffpolitik“, sagte BDI-Präsident Dieter Kempf am Dienstag bei einer Veranstaltung des Verbandes. Der Preisverfall bei Rohstoffen nach der Finanz- und Wirtschaftskrise habe die …

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Centrum für Europäische Politik besorgt um Italiens Wirtschaft

Das Centrum für Europäische Politik (CEP) warnt, dass die sich zuspitzende Wirtschaftskrise in Italien zunehmend zum Problem für die Eurozone werden könnte. „Italien ist das größte Sorgenkind der Eurozone. Es besteht die Gefahr, dass das Land zum zweiten Griechenland wird“, sagte Matthias Kullas, Co-Autor einer neuen Studie der Freiburger Denkfabrik, …

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Türkische Gemeinde: Erdogan gibt Druck nach

Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Gökay Sofuoglu, hält die jüngsten Freilassungen von deutschen Gefangenen in der Türkei unter anderem für eine Folge des wirtschaftlichen und politischen Drucks auf das Regime des Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. „Sie können den wirtschaftlichen und politischen Druck und den Konflikt mit Deutschland und …

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valvero Sachwerte GmbH – Berliner Edelmetallhändler auf Erfolgskurs

Bereits um 5000 v.Chr. haben die Menschen Gold aus Tauschmittel genutzt, wie historische Funde nahe legen. Zwar hat Gold heute als Zahlungsmittel im weitesten Sinne ausgedient, aber dennoch hat das Edelmetall noch immer einen hohen Stellenwert in der Finanzwelt – ganz besonders, wenn es um die Geldanlage geht. Spekulant oder …

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