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Niebel: FDP-Chef muss nicht Spitzenkandidat bei der Bundestagswahl sein

Berlin - Vor dem Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart hat Präsidiumsmitglied Dirk Niebel die Debatte über die Spitzenkandidatur zur Bundestagswahl eröffnet. In einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin "Focus" betonte Niebel, es sei "nicht zwingend notwendig", dass FDP-Chef Philipp Rösler die Liberalen als Spitzenkandidat in die Wahl führt. "Ich bin in Baden-Württemberg Spitzenkandidat meiner Partei und nicht gleichzeitig Landesvorsitzender. Peer Steinbrück ist im Bund Spitzenkandidat der SPD und nicht deren Bundesvorsitzender", sagte Niebel.

Wenn es gute Gründe gebe, könne eine Partei das so entscheiden. Gleichzeitig sieht der Entwicklungsminister kein Ende der Personaldebatte in der FDP. "Die Diskussion um Positionen innerhalb der FDP wird erst in dem Moment erledigt sein, in dem der Bundesparteitag unsere Aufstellung für die Bundestagswahl beschlossen hat. Solange wir das nicht entschieden haben, wird die Diskussion weiter gehen, weil es noch offene Fragen gibt," sagte er. Auf die Frage, ob er sich selbst den Parteivorsitz zutrauen würde, antwortete Niebel: "Ich strebe es nicht an. Ich war fünf Jahre Generalsekretär und damit sehr nahe am Parteivorsitzenden dran. Ich weiß, was das Amt einem abverlangt und würde es nicht unbedingt wollen."

Foto: Dirk Niebel, Deutscher Bundestag/Lichtblick/Achim Melde, Text: dts Nachrichtenagentur

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