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Niedersachsens Justizministerin begrüßt Vorermittlungen gegen ehemalige KZ-Wärter

Hannover – Niedersachsens Justizministerin Antje Niewisch-Lennartz (Grüne) hat die Vorermittlungen gegen vier ehemalige KZ-Wärter aus Niedersachsen begrüßt. „Bei diesen Strafverfahren geht es nicht nur um Schuld und Sühne des einzelnen Täters“, sagte sie dem „Weser Kurier“ (Freitagausgabe). „Es geht auch und gerade um das Leid der Opfer, dieses anzuerkennen und greifbar, vielleicht auch begreifbar zu machen.“

Dies sei man auch den Familien der Opfer schuldig. „Das Trauma des nationalsozialistischen Rassenwahns lebt in der Nachfolgegeneration weiter. Kinder und Enkel fragen sich noch immer, wie es damals dazu kommen konnte“, meinte die Ministerin. „Wir müssen versuchen, ihnen Antworten zu geben.“ Bei den Ermittlungen dürfe das hohe Alter der damaligen Aufpasser im Vernichtungslager Auschwitz keine Rolle spielen. „Natürlich lösen hochbetagte Senioren zunächst vielleicht einen Mitleidreflex aus. Aber davon dürfen wir uns nicht leiten lassen“, erklärte Niewisch-Lennartz. „Jeder, der an diesen schrecklichen Verbrechen beteiligt war, ist solange zu verfolgen, solange er dafür Verantwortung und Schuld trägt. Solange muss man ermitteln. Und wenn diese Ermittlungen zur Anklagereife führen, muss zwangsläufig auch ein Gerichtsverfahren folgen.“

Foto: Konzentrationslager Auschwitz, über dts Nachrichtenagentur

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