ÖGB-Oberhauser: Teilzeitarbeit erhöht das Risiko für Altersarmut

Wien – „Immer mehr Menschen sind geringfügig beschäftigt, somit droht ihnen im Alter ein Leben unter der Armutsgrenze. Viele PensionistInnen werden gezwungen sein einer Nebenbeschäftigung nachzugehen, um sich ihren Lebensunterhalt leisten zu können. Es ist höchste Zeit, dass tiefgreifende Maßnahmen gesetzt werden und Unternehmen dazu gebracht werden, mehr Vollzeitarbeitsplätze anzubieten“, sagt ÖGB-Vizepräsidentin Sabine Oberhauser zu den aktuellen Zahlen des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger. Etwa 316.510 geringfügig Beschäftigte wurden 2012 gezählt, ein Plus von fast 10.000 gegenüber dem Vorjahr.

Frauen stark betroffen

„Viele Untersuchungen zeigen, dass vor allem Frauen in Teilzeitarbeit und geringfügige Beschäftigungsvethältnisse gezwungen werden, weil die Rahmenbedingungen nichts anderes ermöglichen. Neben familienfreundlichen Arbeitsplätzen müssen Kinderbildungplätze für die Drei- bis Sechs-Jährigen ausgebaut werden“, fordert Oberhauser. Ein von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) veröffentlichter Bericht zeigte, dass in Krisenzeiten vor allem Frauen Schwierigkeiten am Arbeitsmarkt haben und in Teilzeitbeschäftigung bzw. Arbeitslosigkeit gedrängt werden. Oberhauser fordert mehr Investitionen in Bildung, Kinderbildung, Pflege und Gesundheit, denn das würde auch mehr Vollzeitarbeitsplätze schaffen.

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