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Ökonom kritisiert Wirtschaftshilfen der Bundesregierung

Der Wirtschaftsphilosoph Birger Priddat kritisiert die Wirtschaftshilfen der Bundesregierung im Zuge der Coronakrise. "Wir machen große Fehler während der Pandemie. Die Regierung gibt Geld an Unternehmen, ohne auf Kriterien zu achten", sagte er dem Nachrichtenportal Watson.

Jede Firma erhalte unabhängig von ihrer Umweltverträglichkeit oder Energieeffizienz Unterstützung. "Das könnte der Staat auch anders steuern und er sollte es auch." Unternehmen nutzten seiner Meinung nach die aktuelle Situation aus, um sich von klimafreundlicheren Vorgaben zu distanzieren. Für Priddat sind die angekündigten Dividendenausschüttungen durch Automobilhersteller nicht mit weiteren Wirtschaftshilfen vereinbar: "In Frankreich und in Dänemark bekommen Firmen kein Geld, die noch Dividenden zahlen." Die Bundesregierung müsse das ebenfalls überprüfen. Priddat kritisierte weiter, dass die Wirtschaftlichkeit vieler Unternehmen, die jetzt Staatshilfen erhielten, unklar sei: "Viele Unternehmen sind nicht erst durch die Coronakrise ins Schlingern gekommen, sondern waren vorher schon nicht profitabel und das wird jetzt durch die Hilfszahlungen überdeckt. Die Probleme, die vorherrschten, werden also nur verschoben und kommen dann später ans Tageslicht."

Foto: Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), über dts Nachrichtenagentur

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