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Ökonomen loben Teil-Lockdown

Die –konomen der fünf führenden Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten, dass der Teil-Lockdown den Aufschwung des Sommers stoppen wird, halten ihn aber für notwendig. In ihrer Gemeinschaftsprognose für die Bundesregierung hatten sie vor zwei Wochen für das vierte Quartal ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 2,1 Prozent erwartet: "Diese Vorhersage für das vierte Quartal ist nun hinfällig", sagte Sebastian Dullien, Direktor des gewerkschaftsnahen Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Die Chefs der übrigen beteiligten Institute teilen diese Einschätzung.

Trotzdem: Angesichts der starken Zunahme von Neuinfektionen und Intensivpatienten halten sie den "Lockdown light" für notwendig. Die Infektionszahlen seien dramatisch. "Ein Verzicht auf Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie würde voraussichtlich innerhalb weniger Wochen in ein gesundheitliches und wirtschaftliches Desaster führen", sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest dem "Handelsblatt". Und weiter: "In einem solchen Szenario müsste spätestens bei Überfüllung der Krankenhäuser ein umfassender Lockdown der gesamten Wirtschaft erfolgen." Ob die Maßnahmen ausreichten, sei eine offene Frage: "Man kann nicht ausschließen, dass in zwei Wochen Verschärfungen notwendig werden", so Fuest. Auch Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), ist überzeugt: "Die Entscheidung für einen selektiven Shutdown ist klug und schützt auch die Wirtschaft." Bei einem Monat Dauer des Teil-Lockdowns schätzt Fuest den zu erwartenden Verlust an Wertschöpfung auf 10 bis 15 Milliarden Euro. Im Vergleich zu den Folgen eines späteren längeren Lockdowns sei dies überschaubar. "Insofern kann man diese Maßnahmen auch als eine Investition betrachten, die hochrentabel ist, weil sie weit größere Kosten verhindert", sagte Fuest. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Wegen Coronakrise geschlossener Laden, über dts Nachrichtenagentur

 

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