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Österreich: Ein-Personen-Unternehmen sollen entlastet werden

Unternehmer

Wien – „Im Jahr 2014 gab es 278.411 Ein Personen Unternehmen in Österreich, was einem Anstieg von 4,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2013 (266.910 EPU) entspricht“, präsentiert Elisabeth Zehetner, Bundesgeschäftsführerin in der Wirtschaftskammer Österreich und für EPU zuständig, die aktuellen Zahlen der EPU-Statistik. Mit einem Anteil von rund 58 Prozent der Mitglieder der Wirtschaftskammern sind EPU mittlerweile ein unverzichtbarer Bestandteil von Österreichs Wirtschaft, so Zehetner. „Wir arbeiten seit Jahren konsequent an besseren Rahmenbedingungen für EPU und konnten auch schon zahlreiche Verbesserungen auf Schiene bringen“, spricht Zehetner etwa das Krankengeld für Selbständige oder die Verdoppelung des Wochengeldes für Unternehmerinnen. Erfreulich sei zudem, dass Kleinstunternehmer auch von der kürzlich präsentierten Steuerreform entlastet werden sollen. So wird es beispielsweise für Unternehmen mit einem Jahreseinkommen bis 30.000 Euro eine Ersparnis von 1.316 Euro pro Jahr geben. „All dies sind Schritte in die richtige Richtung, denen allerdings weitere folgen müssten, wie etwa eine Entlastung im Bereich der Sozialversicherungs-Beitragsleistung für geringverdienende Unternehmer.“

Aktuelle EPU-Statistik 2014

Gemäß aktueller EPU-Statistik entfielen 2014 mit rund 47 Prozent fast die Hälfte aller EPU auf die Sparte Gewerbe und Handwerk, gefolgt vom Handel mit 22,8 Prozent und Information & Consulting mit 18,3 Prozent. Bei der Betrachtung nach Rechtsformen zeigt sich, dass 89,6 Prozent aller EPU (249.382 EPU) nicht eingetragene Einzelunternehmen sind, 7 Prozent GmbHs (19.591 EPU) und 3,4 Prozent (9.438 EPU) eingetragene Einzelunternehmen. Der Frauenanteil bei den heimischen Kleinstunternehmen liegt bei 49,9 Prozent. Somit ist rund die Hälfte aller EPU in Österreich weiblich.

Zehetner fordert Steuererklärung auf einer Seite

Auch wenn die WKÖ in den vergangenen Jahren bereits viele Erleichterungen durchsetzen konnte, von denen vor allem EPU profitieren, arbeite man weiter konsequent an Verbesserungen, betont Zehetner. Ein wesentlicher Fokus der WKÖ liegt im Bereich der Entbürokratisierung. „Die heimischen EPU sind Pioniere, Trendsetter und Netzwerkprofis in der österreichischen Unternehmerlandschaft. Sie sollten sich in erster Linie auf ihr Geschäft konzentrieren können und sich nicht mit unzähligen und zeitraubenden bürokratischen Hürden herumschlagen müssen. Davon sind Ein-Personen-Unternehmen besonders betroffen“, fordert Zehetner Entlastungsmaßnahmen, wie etwa eine Vereinfachung der Steuererklärung für Kleinunternehmer. Die „Steuererklärung auf einer Seite“ würde den Zeit- und Kostenaufwand vor allem für Kleinstunternehmer stark reduzieren, so Zehetner abschließend.

Quelle: ots

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