Start > China > Österreich noch attraktiver Wirtschaftsstandort

Österreich noch attraktiver Wirtschaftsstandort

Wien - Die Industriellenvereinigung Österreich gab das Ergebnis einer Befragung der Österreichischen Leitbetriebe bekannt. Von den 33 Unternehmen, Weltmarktführer und internationale Unternehmen, gaben 79 Prozent die Note „Sehr gut“ für Österreich als Wirtschaftsstandort. 12 Prozent bewerteten Österreich als „gut“ und nur 3 Prozent als „schlecht“. Die Bewertung betraf die aktuelle Standortsituation in Österreich. Für die Zukunft sehen die Leitbetriebe die Situation weniger positiv. In 30 Jahren glauben 64 Prozent der Unternehmen, dass Österreich nur mehr die Note „Schlecht“ verdienen wird , 12 Prozent sogar die Bewertung „Sehr schlecht“.

Industriellenvereinigung fordert Strategie

Generalsekretär der Industriellenbereinigung Mag. Christoph Neumayer fordert die Regierung auf, eine Strategie zur Stärkung der Leitbetriebe auszuarbeiten: „Leitbetriebe sind die Kernsubstanz der österreichischen Volkswirtschaft. Wir müssen sie daher als Weltmarktführer weiter stärken.“ Und er ergänzt: „Im Kern soll diese Strategie die künftige Positionierung des Leitbetriebestandortes Österreich im 21. Jahrhundert abbilden. Sie soll Antworten auf die Frage geben, wie wir bereits angesiedelte Leitbetriebe zu neuem Engagement in Österreich anregen und den einen oder anderen Leitbetrieb neu ansiedeln können.“ Als eines der wichtigsten Felder für Sofortmaßnahmen nannte Neumayer den Bereich Arbeitsmarkt . „Insbesondere geht es uns hier um eine Entlastung des Faktors Arbeit durch eine substanzielle Senkung der Lohnnebenkosten.“ Die Strategie müsse rasch umgesetzt und es sollten auch die Schritte zur Modernisierung der Arbeitszeitregelung endlich eingeleitet werden, um die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Leitbetriebe und die Beschäftigung in Österreich abzusichern.

Bedeutung der Leitbetriebe

Vor rund 15 Jahren wurde in Graz die Idee geboren, Unternehmen zu bündeln. Ein Wirtschaftskatalog mit den Leitbetrieben der steirischen Hauptstadt entstand. Die Idee zog immer weitere Kreise, bis schließlich unter dem Motto „Gemeinsam sind wir Marke“ das wirtschaftliche Netzwerk der Österreichischen Leitbetriebe gegründet wurde. Die 33 Betriebe, die sich in dem Netzwerk zusammengeschlossen haben, weisen gemeinsam mit Exporten von über 19,2 Milliarden Euro eine Exportquote von 85 Prozent auf. Sie beschäftigen insgesamt 214.000 Mitarbeiter und erreichten einen Produktionswert von 39,2 Milliarden Euro. Die Direktinvestitionen im Ausland liegen bei 3,5 Milliarden Euro. Für voestalpine Chef Wolfgang Eder steht jedoch fest, dass ohne Änderung der Rahmenbedingungen der Standort Österreich gefährdet sein. Er wünscht sich für alle Betriebe ein Re-Industrialisierungsprogramm wie in den USA, die wieder an die Spitze der Industrienationen drängen. Die USA liegen gegenwärtig hinter China und Deutschland auf Platz drei. Noch im Jahr 1990 betrug der Anteil der Staaten am Welthandel rund 12 Prozent, heute sind es 8 Prozent. Und die USA hat sich einiges einfallen lassen, damit es auf Produkten von amerikanischen Unternehmen wieder heißt: „Made in USA“.

Hier nachlesen ...

Österreichs Notenbankchef gegen Anleihekäufe

Ewald Nowotny, scheidender Gouverneur der österreichischen Notenbank, hat sich gegen eine schnelle Wiederaufnahme des Anleihekaufprogramms …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.