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Österreich: Steuererhöhungen im Budgetprovisorium fixiert

Steuern - Österreich: Steuererhöhungen im Budgetprovisorium fixiertWien - Im Grunde sind die Steuererhöhungen im Budgetprovisorium fixiert, obwohl Finanzminister Michael Spindelegger erklärt, dass es noch zu Änderungen kommen könne. „Ich bin für Verhandlungen offen“, sagt er. Wen belasten in erster Linie die Erhöhungen und Einschränkungen? Zunächst sind es Raucher und Autofahrer, die das Steuerpaket trifft, aber auch für Unternehmen zeigen sich Belastungen. Ebenfalls werden die Regelungen für die erst 2013 eingeführte GmbH light geändert. Die GmbH light sollte die Wirtschaft durch eine Erleichterung bei der Firmengründung ankurbeln. Die Wirtschaftskammer ging bei der Einführung davon aus, dass sich die Zahl der Jungunternehmer pro Jahr um rund 1.000 erhöht.

Mehreinnnahmen für den Staat


Durch die Steuererhöhung erwartet sich der Staat –sterreich bereits im Jahr 2014 Mehreinnahmen in der Höhe von 770 Millionen Euro. Nachdem alle Neuregelungen zur Gänze umgesetzt sind, 2015, werden es 1,2 Milliarden Euro sein. Die Summe wird auch dringend gebraucht, wie im Budgetentwurf zu sehen ist. “Wir haben im Budget eine Milliarde Euro vorgesehen, was die Hypo Alpe Adria betrifft", sagte Spindelegger. Und weiter erklärte er, dass, falls es noch zu Änderungen kommen solle, an einem Betrag von 1,2 Milliarden Euro an Mehreinnahmen ab 2015 würden keine Abstriche gemacht. Allein 529 Millionen Euro kommen dafür bereits 2014 aus der Wirtschaft. Betroffen sind vor allem Firmen, die ihren Managern mehr als 500.000 Euro jährlich bezahlen. Die Entlohnungen, die über diesen Betrag hinaus gehen, können nicht mehr als Betriebsausgabe abgeschrieben werden. Ebenfalls wird die Gruppenbesteuerung eingeschränkt und Großunternehmungen soll die Verschiebung von Gewinnen in die sogenannten Steueroasen erschwert werden. Auch der Gewinnfreibetrag für gut verdienende Selbstständige wird eingeschränkt. Der Freibetrag kann ab einem Jahresgewinn über 30.000 Euro nur mehr geltend gemacht werden, wenn echte Investitionen getätigt wurden.

Autofahrer, Raucher & Co


Durch die Normverbrauchsabgabe auf neue und importierte Autos sowie durch die motorbezogene Versicherungssteuer werden 2015 zusätzliche Staatseinnahmen von 280 Millionen Euro erreicht. Die Steuer auf Tabak wird gestaffelt erhöht, in vier Jahresabschnitten jeweils zum 1. März. 2014 wird sie insgesamt ein Plus von 80 Millionen Euro und ab 2016 300 Millionen Euro bringen.  Raucher müssen mit einem Preisanstieg von 50 Cent pro Packung rechnen. Weniger hohe Gewinne für den Staat bringt die neue Sektsteuer mit 70 Cent pro Flasche Champagner und Prosecco, hochgerechnet 60 Millionen Euro, inklusive der Steuererhöhung von 20 Prozent auf gebrannte Getränke. Insgesamt werden von 2014 bis 2018 rund 5,5 Milliarden Mehreinnahmen erwirkt, davon erhält der Bund 3,7 Milliarden Euro, der Rest auf Länder und Gemeinden verteilt.

Foto: © Uros Kotnik

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