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Österreichischer Rundfunk plant Videoportal gegen Bezahlung

Wien - Der österreichsiche Rundfunk ORF plant ein Videoportal, das über Werbung, Abonnement und einmalige Abrufgebühren finanziert wird. "Wir arbeiten an einem Videoabrufportal", sagte ORF-Chef Alexander Wrabetz dem "Handelsblatt" (Dienstagausgabe). "Wir wollen nicht warten, bis die US-Online-Videothek Netflix den österreichischen Markt aufrollt."

Bis Ende des Jahres will die ORF-Spitze entscheiden, wie das Videoportal umgesetzt werden soll. Mit dem Videoabrufportal kann der ORF erstmals sein riesiges Film- und Fernseharchiv im Internet vermarkten. Zu den Kosten macht die Anstalt keine Angaben. Unternehmensinsider gehen von einem zweistelligen Millionen-Euro-Betrag aus. Laut ORF soll für die Videothek kein Gebührengeld fließen. Die Wiener TV-Anstalt fühlt — ähnlich wie ARD und ZDF bei ihrem gescheiterten Projekt - bei privaten Medienunternehmen vor, ob sie für eine Kooperation bereit sind. In Deutschland hatte das Kartellamt das geplante Filmabrufportal von ARD und ZDF aus Wettbewerbsgründen gestoppt. Doch das Verbot in Deutschland schreckt die Österreicher nicht. "Wir gehen davon aus, dass es in Österreich keine unüberwindbaren juristischen Hürden geben wird", sagte Wrabetz.

Foto: Nutzer an einem Computer, über dts Nachrichtenagentur

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