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Özdemir: Rot-Grün beste Voraussetzung für türkischen EU-Beitritt

Cem Özdemir, dts Nachrichtenagentur

Berlin - Der Bundesvorsitzende der Grünen, Cem Özdemir, hat einen rot-grünen Wahlsieg in Deutschland als beste Voraussetzung für einen türkischen EU-Beitritt bezeichnet. Es sei aber in der Türkei derzeit eine gewisse Abwendung von Europa zu beobachten. "Manchmal frage ich die Türken, ob sie eigentlich insgeheim wollen, dass Angela Merkel die Wahlen gewinnt", sagte Özdemir der "Welt".

Denn das sei für alle die bequemste Lösung: "Die einen tun dann weiter so, als würden sie beitreten wollen, was die Europäer ja verhindern. Und die anderen tun so, als wären sie offen für einen Beitritt, nur wolle das die Türkei ja selbst nicht mehr." Das alles könnte sich aber ändern, falls die SPD und die Grünen die nächsten Bundestagswahlen gewinnen würden. "Es hat sich ja auch in Frankreich gezeigt, dass mit dem neuen Präsidenten François Hollande eine andere Perspektive entstanden ist", sagte Özdemir. "Wenn nun auch in Deutschland etwas Ähnliches passiert, und Frankreich und Deutschland gemeinsam in Ankara vorstellig werden um zu fragen: Wie steht es denn nun mit euch? Wollt ihr die Kopenhagener Kriterien hundertprozentig erfüllen, wie ihr es versprochen habt, oder nicht? Denn wir sind bereit, unsere Seite des Versprechens zu erfüllen." Das könne in Ankara "viel durcheinander wirbeln". Der gegenwärtige Kurs der türkischen Regierung, sich von Europa abzuwenden, werde der Türkei wenig Erfolg bringen, betonte der Grünen-Politiker. "Ein Land, das den EU-Beitritt nicht mehr will, ein Land, das nicht die hundertprozentige Demokratie verwirklichen will, auf ein solches Land wird die Welt nicht schauen." Nicht nur politisch, auch wirtschaftlich werde ein solcher Kurs für die Türkei langfristig nur Nachteile bringen. "Wir brauchen ein semi-demokratisches Land weder in der EU noch in der Welt, es gibt schon jetzt zu viele davon." Dem türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu warf Özdemir vor, das türkische Sprichwort vergessen zu haben, wonach ein Mann nur zwei Melonen tragen könne - eine unter jedem Arm. "Er hat sich nach einer dritten Melone gebückt und alle fallen gelassen", sagte Özdemir. Davutoglus Motto der "Null Probleme-Politik mit den Nachbarn" sei zwar sehr löblich, er müsse sich aber fragen lassen, ob er denn bislang auch nur ein einziges Problem gelöst habe.
Foto: Cem Özdemir, dts Nachrichtenagentur

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Ein Kommentar

  1. Ich hoffe das es nicht zu einem EU Beitritt dieses asiatischen Landes kommt.
    Wann begreifen die letzten Abgeordneten endlich das die Türkei überhaupt nichts in der EU verloren hat?
    Die Türkei passt geographisch und was viel entscheidender ist, kulturhistorisch überhaupt nicht zu einer europäischen Gemeinschaft.
    Auch wenn es politisch nicht korrekt erscheint:
    Wieso fällt denn niemanden auf das die enorme Zuwanderung aus der asiatischen Türkei schon heute zu enormen, gesellschaftlichen Veränderungen gerade in Deutschland geführt hat.
    Es ist eine absolute Frechheit was diese Politiker den Völkern Europas abverlangen.
    Schon heute sind die EU Skeptiker gewaltig auf den Vormarsch.
    Das elementare Problem der EU besteht doch in der mangelnden Bereitschaft der europäischen Völker Ihre nationale Identität Preis zugeben. Was würde wohl aus einem Beitritt der Türkei resultieren?
    Die EU definiert sich doch als Wertegemeinschaft, wie kommen so viele Abgeordnete dennoch ständig auf das schmale Brett die Türkei in die EU aufnehmen zu wollen?
    Ich begreife es einfach nicht.
    Ein deutscher Bundespräsident welche meint der Islam gehöre zu Deutschland,
    Islam Unterricht an deutschen Schulen,
    Diskussionen um Beschneidungen und Zwangsverheiratungen,
    Praktizierte Scharia im deutschen Justizwesen,
    Hetzende und Polizei schlagende Salafisten,
    Rentner welche unter dem Gebrüll “ scheiß deutscher “ zu Tode geprügelt werden,
    Der Anteil von Frauen welche Kopftücher und Burkas tragen steigt ständig und gehört in deutschen Großstädten zum Stadtbild,
    Die Liste könnte man noch lange weiter führen.
    Wenn ich heute durch die Straßen meiner Heimatstadt laufe und diese Veränderungen sehe überkommt mich ein mulmiges Gefühl.
    Dieses Gefühl resultiert aus dem Eindruck als das man meinen könnte nicht in dem Land zu sein in welchem man geboren wurde.
    Allerdings ist es gerade in Deutschland, sagen wir mal nicht gern gesehen diese Bedenken zu äußern. Die vorgeschobenen Gründe sind ja hinreichend bekannt.
    Aber ich nutze meine recht auf die freie Meinungsäußerung:
    Nein, das gefällt mir nicht, es macht mir genau genommen sogar Angst!
    Warum wird unser Gesellschaftssystem so nachhaltig Zwangs verändert?
    Sieht in Berlin denn keiner diesen Rechtsruck auf breiter europäischer Front?
    Was meinen die denn woraus das resultiert?
    Es bleibt wirklich zu hoffen als das nicht doch irgendwann wieder solch brauner Pöbel sich nachhaltig in der politischen Landschaft etabliert.
    Die etablierte Politik in unseren Nachbarstaaten gerät schon heute durch gefährliche Demagogen unter enormen Druck.
    Genau diese Umstände lassen sich auf die enormen gesellschaftlichen Veränderungen auf Straßen Europas zurückführen.
    In Deutschland gibt es Menschen welche seit über 30 Jahren in Deutschland leben, der deutschen Sprache nicht mächtig sind, Hartz 4 beziehen und es sich auch noch erlauben können auf das erlernen der deutschen Sprache zu verzichten.
    Denn Sie haben in Ihrem Stadtteil den türkisch sprechenden Apotheker, Arzt und entsprechend auch den Supermarkt.
    Es rattert ständig durch die Medien,
    Das große Thema Integration von Ausländern.
    Das ist doch völlig irreführend:
    Gemeint ist doch eigentlich die Integration der Muslime!
    Wenn wir die Türkei mit Ihrer heutigen Gesellschaftsordnung in die EU lassen, dann gibt es noch weniger Gründe für die bereits hier lebenden Türken sich zu besser integrieren.
    Mir macht das Angst!
    Auch in Anbetracht der demographischen Entwicklung hoffe ich das der Tag ausbleibt an welchem der Halbmond auch über Berlin weht.
    Dieses schreibe ich im festen Glauben an die abendländische Kultur.

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