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Özdemir will „Bonus-Malus-System“ für Autoprämie

Der Vorsitzende des Verkehrsausschusses im Bundestag, Cem Özdemir (Grüne), schlägt im Streit um eine Kaufprämie zur Stützung der Autokonjunktur ein neuartiges System von Umweltanreizen vor. „Mein Vorschlag ist ein Bonus-Malus-System“, sagte Özdemir der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“. Um die Industrie jetzt zu stützen, bekomme jeder einen Bonus, der ein besonders klimafreundliches Auto anschaffe.

„In zwei Jahren führen wir dann einen Malus für klimaschädliche Autos ein“, so Özdemir. So könne die Automobilwirtschaft in der Krise gestützt und die ökologische Modernisierung vorangetrieben werden. „Es ist auch für Grüne keine gute Nachricht, wenn die Bänder in der Autoindustrie stillstehen“, so der Grünen-Politiker weiter. Eine Wiederholung der Abwrackprämie aus der Finanzkrise, ohne jede ökologische Lenkungswirkung, dürfe es aber nicht geben. „Ohne spezielle Anreize hin zur Elektromobilität kommen wir nicht zusammen, das ist die Voraussetzung“, sagte Özdemir. Im Vorfeld eines Autogipfels mit der Kanzlerin an diesem Dienstag hat die Branche die Forderung nach einer Kaufprämie erhoben, um die Konjunktur nach dem Corona-Lockdown wieder in Gang zu bringen. Der ohnehin schwächelnde Autoabsatz war zuletzt durch die Krise weiter eingebrochen.

Foto: Luft-Messstation, über dts Nachrichtenagentur

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