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Oppermann lobt Proteste gegen Rassismus

Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (SPD) hat die Anti-Rassismus-Demonstrationen als „ermutigendes Zeichen“ bezeichnet. „Es ist großartig, dass Hunderttausende Menschen in Deutschland und auf der ganzen Welt auf die Straße gehen, um gegen diesen sehr brutalen Rassismus, wie er sich gerade in den USA offenbart hat, zu protestieren“, sagte Oppermann dem „Handelsblatt“ (Montagsausgabe). „Sie kämpfen für eine gleichberechtigte Gesellschaft.“

Auch in Deutschland gebe es Rassismus, beklagte Oppermann: „Teilweise wird Rassismus von der AfD auch offen propagiert und von Rechtsextremisten als Ideologie vertreten.“ Daneben existiere aber auch „subtiler Rassismus“, etwa wenn bei Bewerbungen bestimmte Namen sofort „in eine Schublade gesteckt“ würden. Am Wochenende hatten allein in Deutschland Zehntausende in 25 Städten ihre Solidarität mit der „Black Lives Matter“-Bewegung bekundet, die sich nach dem Tod des Afroamerikaners George Floyd bei einem Polizeieinsatz in den USA gebildet hatte. Auch in der Fußball-Bundesliga setzten Spieler am Wochenende ein Zeichen gegen Rassismus und Polizeigewalt. Oppermann lobte das Engagement der Sportler. „Die Spieler ergreifen die Initiative und solidarisieren sich. Da ist viel Zivilcourage dabei“, sagte der SPD-Politiker der Zeitung. „Die Profis sind im Augenblick echte Vorbilder für unsere Gesellschaft.“ Die Regeln des DFB besagten zwar, dass politische Meinungsäußerungen unterbleiben sollten, damit der Fußballplatz nicht zum Konfrontationsfeld der Politik werde. „Aber hier geht es nicht um parteipolitische Werbung, sondern um grundsätzliche Fragen der Menschenrechte“, so Oppermann.

Foto: Thomas Oppermann, über dts Nachrichtenagentur

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