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Opposition will Nachbesserungen beim Kinderkrankengeld

Oppositionspolitiker und Gewerkschafter fordern mehr Unterstützung für Eltern. „Angesichts steigender Infektionszahlen und ansteckenderer Virusmutationen ist absehbar, dass für viele Familien die bislang vorgesehenen zusätzlichen Kinderkrankentage nicht ausreichen werden“, sagte Grünen-Fraktionsvize Maria Klein-Schmeink der „Welt am Sonntag“. Sie fordert eine Ausweitung der Regelung.

Da es bundesweit immer wieder zu Schließungen kommen werde, müsse das Unterstützungsangebot ausgeweitet werden, fordert auch die FDP-Gesundheitspolitikerin Katrin Helling-Plahr: „Die zusätzlichen Kinderkrankentage sind bei vielen Familien längst aufgebraucht“, sagte sie. Zudem gilt die Regelung bislang nur für gesetzlich krankenversicherte Eltern. Viele Selbstständige bleiben außen vor. Helling-Plahr fordert deswegen, dass Union und SPD „einen auskömmlichen Anspruch für alle Eltern, die ihre Kinder pandemiebedingt betreuen, schaffen“. Anja Piel, Vorstandsmitglied des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), unterstützt die Forderung nach einer Ausweitung der Kinderkrankentage und sieht Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der Pflicht: „Die Mittel dafür, die aus den Beiträgen der gesetzlich Krankenversicherten vorgeschossen werden, müssen aus den Steuertöpfen an die Krankenkassen zurückfließen. Das ist ein bislang uneingelöstes Versprechen.“ Wie hoch der Bedarf ist, unterstreichen Zahlen der AOK, über die die „Welt am Sonntag“ berichtet: Im Februar 2021 zahlten die elf AOKs in Deutschland 23,28 Millionen Euro Kinderkrankengeld aus – rund 57 Prozent mehr als im Vorjahr. In diesem Jahr stehen berufstätigen Eltern bislang doppelt so viele Kinderkrankentage zu. Sie können 20 Tage pro Kind beantragen, wenn sie es aufgrund der aktuellen Einschränkungen selbst betreuen müssen und deshalb nicht arbeiten können. Alleinerziehende können an 40 Tagen mit ihrem Kind zu Hause bleiben. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Mutter mit zwei Kindern, über dts Nachrichtenagentur

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