Osram-Chef verteidigt neue Konzernstrategie gegen Investorenkritik

Osram-Chef Olaf Berlien hat die neue Konzernstrategie gegen Kritik der Investoren verteidigt. „Das ist alles gut überlegt, und deshalb wird es keine Abstriche geben“, sagte Berlien dem „Handelsblatt“ (Dienstagsausgabe). Nach Verkündung der Strategie, die Investitionen von insgesamt drei Milliarden Euro vorsieht, war der Aktienkurs um knapp 30 Prozent gefallen.

Die Fondsgesellschaft Union Investment hatte gefordert, die Pläne für eine neue Chipfabrik in Malaysia bis zur Hauptversammlung im Februar zu stoppen. Der Aufsichtsrat habe für das Werk ein Ausbauvolumen von bis zu einer Milliarde Euro genehmigt, sagte Berlien. Dieses werde „abhängig von der Marktentwicklung in mehreren Stufen“ umgesetzt. Berlien räumte ein, dass die neue Strategie auch Risiken berge. Bislang sei das Unternehmen stark von der Restrukturierung geprägt gewesen. Mit der Abspaltung des traditionellen Geschäfts sei diese aber praktisch beendet. „Wir wandeln uns somit zu einer Wachstumsaktie und haben damit ein anderes Risikoprofil- größere Chancen bedingen auch ein höheres Risiko.“ Berlien räumte Fehler bei der Kapitalmarktkommunikation ein. Diese sei „nicht optimal“ gewesen. Es solle nun mehr Updates für die Investoren geben. Für das traditionelle Geschäft mit den Glühbirnen gibt es nach seinen Angaben eine große Zahl von Interessenten. „Im neuen Jahr werden wir entscheiden, mit wem wir intensiver verhandeln.“ Als Kaufpreis erwarte er einen dreistelligen Millionenbetrag, so Berlien.
Foto: Osram, über dts Nachrichtenagentur

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