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Parteien suchen Alternativen zu Wahlkampf-Massenveranstaltungen

Die Wahlkampfmanager der deutschen Parteien planen wegen der Corona-Pandemie mit veränderten Bedingungen für ihre Bundestagswahlkampagne 2021. "Ich glaube nicht daran, dass nächstes Jahr in München oder Dortmund 10.000 Leute in einer Halle stehen und einem Kanzlerkandidaten zujubeln", sagte der Generalsekretär der SPD, Lars Klingbeil, "Zeit-Online". Selbst wenn es einen Impfstoff bis zur Bundestagswahl geben sollte und Corona bis dahin womöglich unter Kontrolle ist, "werden die Menschen nicht leichtfertig zum vorherigen Verhalten zurückkehren", so Klingbeil. Es werde sich im Vergleich zur letzten Wahl "wahnsinnig viel mehr digital und im Netz abspielen".

Auch der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Michael Kellner, hält "Massenveranstaltungen in großen Hallen" im Jahr 2021 für "schwer vorstellbar". Die Parteien müssten eben kreativ sein: Schon bei den Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen im Herbst 2020 habe es Open-Air-Kundgebungen und Bürgersprechstunden hinter Plexiglas gegeben - alles mit entsprechendem Hygienekonzept. An solchen Formaten werde nun weitergearbeitet, sagte Kellner "Zeit-Online". Johannes Vogel, der Generalsekretär der nordrhein-westfälischen FDP, kündigte an, dass seine Partei Großveranstaltungen "weiter mitplanen" werde: "Aber ob der Wahlkampf wirklich auf den Marktplätzen stattfindet, hängt von der Pandemie und der Impfstoffentwicklung ab", sagte Vogel "Zeit-Online". Und weiter: "Wünschenswert wäre es natürlich." (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Lars Klingbeil am 06.12.2019, über dts Nachrichtenagentur

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