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Parteienforscher sieht AfD-Erfolg nur bei neuer Zuspitzung der Euro-Krise

Berlin – Nach Einschätzung des Wissenschaftlers Everhard Holtmann hat die neu gegründete Anti-Euro-Partei „Alternative für Deutschland“ (AfD) nur unter bestimmten Voraussetzungen eine Chance auf Einzug in den Bundestag. Denn noch sei nicht ausgemacht, ob die Positionen der AfD überhaupt bei hinreichend vielen Wählern verfangen. „Dass sich das derzeit demoskopische gemessene Potential tatsächlich in konkrete Wählerstimmen am 22. September in einer für den Einzug in den Bundestag genügend großen Höhe umsetzt, halte ich für wenig wahrscheinlich – es sei denn, die Euro-Krise würde sich im Sommer neuerlich und dramatisch zuspitzen“, sagte Holtmann „Handelsblatt-Online“.

„Andernfalls dürfte es der AfD schwerfallen, als Ein-Themen-Protestpartei am Wählermarkt zu reüssieren.“ Holtmann gibt außerdem zu bedenken, dass die von der AfD attackierten Altparteien in Euro-Fragen eine „sachkundige Gegenexpertise ins Feld führen“ könnten. „Denn inzwischen haben sich etliche prominente Ökonomen öffentlich dahingehend geäußert, dass es zum Verbleib Deutschlands in der Euro-Zone währungs- und wirtschaftspolitisch keine Alternative gäbe.“ Holtmann ist Professor für Politikwissenschaft und Forschungsdirektor am Zentrum für Sozialforschung an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg.

Foto: Gründungsparteitag der „Alternative für Deutschland“, über dts Nachrichtenagentur

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