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Passagierluftverkehr im Corona-Jahr um 75 Prozent eingebrochen

Die Passagierzahlen an den deutschen Flughäfen sind im Jahr 2020 gegenüber dem Vorjahr um 75 Prozent eingebrochen. Das geht aus der Jahresbilanz hervor, die der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Donnerstag vorgestellt hat. Die deutschen Fluggesellschaften transportierten demnach ebenfalls 75 Prozent weniger Passagiere als im Vorjahr.

Gründe dafür waren Reisebeschränkungen in Form von Einreiseverboten und Quarantäneregeln sowie die gesunkene Passagiernachfrage in der Pandemie. Der Einbruch bei den deutschen Flughäfen und bei den deutschen Fluggesellschaften sei noch stärker als im weltweiten Durchschnitt ausgefallen, hieß es. Zur Begründung wurde angeführt, dass Luftverkehr ab Deutschland besonders stark durch internationalen Verkehr geprägt sei. „Die deutsche Luftverkehrswirtschaft war über weite Teile des Jahres im Dauerlockdown und ist nun nahe des Stillstands“, sagte BDL-Präsident Peter Gerber. „Das darf sich in diesem Jahr nicht fortsetzen, sonst drohen irreversible Strukturbrüche mit dramatischen Folgen für die Anbindung des deutschen Wirtschaftsstandortes und für die Reisewirtschaft.“ Unterdessen meldete auch die Deutsche Flugsicherung (DFS) Negativ-Rekorde für die Luftfahrt in Deutschland. Demnach war der 21. Februar 2020 mit 8.797 Flugbewegungen der verkehrsreichste Tag des Jahres. Dies ist ein ungewöhnlicher Zeitpunkt für einen Jahreshöchstwert; in den Vorjahren hatten die Verkehrsspitzen immer in den Sommermonaten gelegen. Der verkehrsärmste Tag des Jahres war der Ostersonntag. Lediglich 756 Flüge kontrollierten die Fluglotsen der DFS an diesem Tag im gesamten Luftraum der Bundesrepublik. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Annullierter Flug, über dts Nachrichtenagentur

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