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Patientenschützer fordern Konsequenzen aus dem Fall Niels H.

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz drängt auf weitere Konsequenzen aus der Mordserie des ehemaligen Krankenpflegers Niels H., gegen den am Donnerstag in Oldenburg ein weiteres Urteil ergehen soll. "Um mögliche Täter abzuschrecken, muss in Kliniken und Heimen eine Kultur des Hinschauens gelebt werden", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Dabei seien alle gefragt, vom Pflegehelfer bis zur Geschäftsleitung. "Eine offene Fehlerkultur schafft kein Misstrauen, sondern stärkt das Team." Auch Bund und Länder müssten endlich Konsequenzen ziehen, so Brysch weiter. Er forderte länderübergreifende, einheitliche Lösungen für alle 2.000 Krankenhäuser und 14.500 Pflegeheime. "Für alle Einrichtungen braucht es eine unabhängige und externe Anlaufstelle, bei der anonyme Hinweisgeber verdächtige Vorkommnisse melden können." Brysch drängte außerdem auf eine lückenlose, standardisierte, elektronische Kontrolle der Medikamentenabgabe. Auch müsse eine amtsärztliche, qualifizierte Leichenschau verbindlich vorgeschrieben werden. Zudem sei es an der Zeit, "dass in allen Ländern endlich Schwerpunktstaatsanwaltschaften und zentrale Ermittlungsgruppen für Delikte in Pflege und Medizin eingerichtet werden". Die Schwächsten in der Gesellschaft müssten geschützt werden, so Brysch. Foto: Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

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