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Patientenschützer fordern mehr Schnelltests für Pflegeheime

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aufgefordert, den Pflegeheimen deutlich mehr Corona-Schnelltests zur Verfügung zu stellen als bisher vorgesehen. Das Kontingent von monatlich 20 Tests pro Pflegeheimbewohner reiche längst nicht aus, sagte Vorstand Eugen Brysch dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Mittwochausgaben). Notwendig seien als Richtgröße mindestens 75 Tests pro Bewohner und Monat.

Nur wenn alle Pflegekräfte, Ärzte und Therapeuten sowie das übrige Personal wie Reinigungskräfte und Verwaltungsangestellte vor jeder Schicht getestet würden, sei ein effektiver Schutz der Bewohner möglich. Zudem müssten auch alle Besucher getestet werden. "Die Zahlen zeigen, dass die Infektionen weitgehend von außen in die Heime getragen werden", sagte Brysch. In der Regel stecke das Personal die Heimbewohner an, nicht umgekehrt, so der Patientenschützer. "Wenn wir die Menschen gesund durch den Winter bringen wollen, brauchen wir jetzt gute Lösungen", sagte der Patientenschützer. 12-Stunden-Schichten für das Pflegepersonal, die beispielsweise in Niedersachsen möglich sind, seien hingegen Verzweiflungstaten. So komme man nicht durch den Winter. "Leidtragende sind Kranke, Pflegebedürftigen und ihre Angehörigen", mahnte Brysch. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Krankenhaus, über dts Nachrichtenagentur

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