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PEI-Präsident erwartet Gespräche über Impfstoff-Zulassung Ende des Jahres

Der Präsident des für die Zulassung von Medikamenten zuständigen Paul-Ehrlich-Instituts (PEI), Klaus Cichutek, erwartet Gespräche über die Zulassung eines Impfstoffes gegen Covid-19 bis Ende des Jahres. „Ich gehe davon aus, dass es in Deutschland drei weitere klinische Prüfungen von Impfstoffkandidaten geben wird“, sagte Cichutek dem „Mannheimer Morgen“ (Donnerstagsausgabe). Ab Herbst könne es bereits Prüfungen zur Sicherheit und zur Wirksamkeit des Impfstoffes geben.

„Wenn all diese klinischen Prüfungen positiv ausfallen, unterhalten wir uns gegen Ende dieses Jahres oder Anfang nächsten Jahres darüber, wie man in Richtung einer Zulassung kommt“, so der PEI-Präsident weiter. Er ist optimistisch, dass grundsätzlich ein Impfstoff gegen Covid-19 entwickelt werden kann. „Wir kennen schon das Antigen, also den gefährlichen Erregerbestandteil, mit dem das Coronavirus in die Zellen eindringt. Und wir wissen aus Tiermodelldaten, dass gegen Sars-Cov-2 grundsätzlich geschützt werden kann“, so Cichutek. Zudem hob er die Bedeutung von Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus hervor. „Wir müssen davon ausgehen, dass das Coronavirus weiter im Umlauf ist und bleiben wird. Und solange kein Impfstoff zur Verfügung steht, benötigen wir andere Maßnahmen, um die Pandemie zu unterdrücken“, sagte der PEI-Präsident dem „Mannheimer Morgen“. Dies würde zudem Zeit verschaffen, „um weitere Therapien auszuprobieren und die Wirksamkeit verschiedener pharmazeutischer Therapeutika zu prüfen“. Als Beispiel nannte der Biochemiker die Behandlung mit dem Blutplasma genesener Covid-19-Patienten, die Antikörper gegen das Virus enthalten.

Foto: Corona-Testzentrum, über dts Nachrichtenagentur

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