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Pfeiffer-Gruppe will Zielpunkt zu 100 Prozent

Wien – Hieß es noch im Frühjahr 2013, dass Zielpunkt bis zum Geschäftsjahr 2015/16 wieder schwarze Zahlen schreiben wolle, scheint der Plan nicht aufzugehen, jedenfalls nicht für die Lebensmittelkette selbst. Im Februar 2013 war das Unternehmen buchmäßig überschuldet, das negative Eigenkapital betrug rund 13 Millionen Euro, im Dezember 2012 noch 31 Millionen Euro. Gegenwärtig betreibt Zielpunkt in Österreich 263 Filialen. Und die Pfeiffer-Gruppe hat schon lange ein Auge darauf geworfen. So erklärte Pfeiffer-Chef Erich Schönleitner im Oktober 2013: „Wir sind mit 24,9 Prozent noch Minderheitsbeteiligter mit einer Option auf 100 Prozent. Für uns ist absehbar, dass wir diese innerhalb von 18 Monaten nach der Übernahme ziehen werden.“

Anteilskauf bei Wettbewerbsbehörde angemeldet

Nun hat die oberösterreichische Pfeiffer-Gruppe, wie vom Unternehmen bekanntgegeben wurde, bei der Bundeswettbewerbsbehörde den Kauf der restlichen 75,1 Prozent angemeldet. Die Gruppe wartet nun auf die Bewilligung und möchte bis Beginn des neuen Geschäftsjahres am 1. März 2014 die Hundertprozent-Übernahme unter Dach und Fach bringen. Die derzeitige Mehrheit an Zielpunkt hält die BOW, die Beteiligungs GmbH Gerald Schmidsberger, Anwalt der Pfeiffer-Gruppe. Nach der Integration, erklärten die Geschäftsführer von Pfeiffer, Erich Schönleitner und Markus Böhm, stünden die Zeichen auf Erneuerung und Wachstum. Die operative Führung von Zielpunkt soll weiterhin bei Thomas Janny und Stephan Seyfried bleiben. Mit dem Großhandel Nah&Frisch sowie den Unimarkt-Filialen ergeben sich mit Zielpunkt Synergien. So soll Zielpunkt im Osten vermehrt etabliert und das Zielpunkt-Zentrallager zum dritten Zentrallager der Pfeiffer-Gruppe werden.

Unimarkt und Zielpunkt

Nach der Übernahme wird die Pfeiffer-Gruppe insgesamt 263 Zielpunkt-Filialen, 84 Unimarkt-Eigenfilialen und 41 Unimarkt-Franchise-Filialen betreiben, dazu kommen 11 C&C Pfeiffer Großhandelsmärkte, über die auch Nah&Frisch Geschäfte beliefert werden. Pfeiffer ist ein oberösterreichisches Familienunternehmen mit den Wurzeln in Linz, wo 1862 ein Kolonialwaren-Geschäft gegründet wurde. Es belieferte als Großhändler selbstständige Kaufleute. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Konzept der Abhol-Großmärkte entwickelt und auch Unimarkt mit den Filialen übernommen. Nah&Frisch wurde schließlich die Marke des Unternehmens im Großhandel. Heute werden beinahe 500 Kaufleute beliefert, darunter 285 unter der Marke Nah&Frisch. 2012 konnte die Pfeiffer-Gruppe einen Umsatzzuwachs von 5,1 Prozent auf 770 Millionen Euro erwirtschaften. In dem Geschäftsjahr waren 3.006 Mitarbeiter, darunter 132 Lehrlinge beschäftigt. Die Ziele, die mit dem Geschäftsbericht über 2012 veröffentlicht wurden, konnten bisher beinahe zur Gänze umgesetzt werden, wie die österreichweite Marktpräsenz von C&C Pfeiffer und die Marktführerschaft mit Trinkwerk im Wein- und Spirituosenhandel.

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