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Polen sieht Coronakrise als Stresstest für EU

Der polnische Gesundheitsminister Lukasz Szomowski sieht in der Coronakrise einen Stresstest für die Solidarität innerhalb der Europäischen Union. „Gemeinsame Maßnahmen der EU haben sich bisher leider als wenig effizient erwiesen“, sagte Szomowski der „Welt“. Es finde stattdessen nahezu ein Kampf um medizinische Güter und persönliche Schutzausrüstung statt.

„Das hätten wir vermeiden können. Diese Krise ist ein Stresstest für die europäische Solidarität.“ Man brauche eine gemeinsame europäische Antwort auf die Coronakrise. Zu Beginn habe sich fast jedes Land schnell abgeschottet, sagte Szomowski, und das sei nachvollziehbar, es gehe immer zuerst um den Schutz der eigenen Bürger. „Aber nun ist es an der Zeit, dass wir über europäische Solidarität und eine Rücknahme der Beschränkungen zu einem späteren Zeitpunkt reden. Wir müssen lernen, die Gemeinschaft wieder aufzubauen.“ So könne man etwa versuchen, medizinische Güter europaweit dort hinzuschaffen, wo sie besonders dringend benötigt würden. Sein Land habe Hilfsgüter aus China angenommen, aber es werde keine Hinwendung nach Peking geben. „Nein, auf keinen Fall.“ Das dürfe man nicht überbewerten. „Wir sind nicht die Ersten und werden auch nicht die Letzten sein, die Hilfe von China annehmen“, so der polnische Gesundheitsminister.

Foto: Polnisches Parlament in Warschau, über dts Nachrichtenagentur

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