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Politikwissenschaftler loben Veröffentlichung von Steinbrücks Vortrags-Honoraren

Berlin - Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat für Veröffentlichung seiner Vortrags-Honorare ausdrücklich den Beifall namhafter deutscher Politikwissenschaftler gefunden. Der Duisburger Politikwissenschaftler Prof. Karl-Rudolf Korte sagte "bild.de": "Das war Vorwärtsverteidigung von Steinbrück, um zu zeigen, dass er nichts zu verheimlichen hat und Transparenz übt. Im übrigen halte ich die Honorare nicht für anstößig. Ich finde es gut, dass es Politiker gibt, die gefragt sind."

Korte sagte weiter: "Steinbrück hat jetzt mit der Veröffentlichung Maßstäbe gesetzt. Seine Kritiker müssen sich jetzt an seinem Vorgehen messen lassen und genauso offen ihre Einkünfte darlegen. Das setzt eine Transparenz-Spirale in Gang." Steinbrücks Kritiker hätten der Politik insgesamt aber "keinen Gefallen getan", sagte der Duisburger Wissenschaftler und fügte hinzu: "Eine totale Transparenz hilft niemandem. Politiker müssen auch in vertraulicher Runde auftreten und wirken können." Der Bonner Politikwissenschaftler und frühere CDU-Bundestagsabgeordnete Prof. Gerd Langguth sagte "bild.de": "Prinzipiell finde ich es gut, dass Steinbrück jetzt Transparenz hergestellt hat. Damit ist er ein Vorbild für andere Politiker." Die Veröffentlichung sei aber "aus der Not geboren" gewesen. Langguth: "Es wäre klug gewesen, wenn Steinbrück gleich die Hosen runtergelassen hätte."
Foto: Peer Steinbrück, dts Nachrichtenagentur

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