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Politologe: China an Stabilität in Myanmar interessiert

Der Ostasien-Experte Eberhard Sandschneider attestiert China ein hohes Interesse an Stabilität in Myanmar. „Im Grunde ist die derzeitige Militärführung, unabhängig von ihrer Brutalität, für China genauso problematisch wie beispielsweise der Diktator in Nordkorea“, sagte der Politologe am Dienstag im Deutschlandfunk. Das seien Partner, an denen man nicht vorbeikomme, aber Partner, die China auch das Leben schwer machen, weil sie das internationale Image der Volksrepublik letztendlich gefährdeten.

Myanmar sei für China ein „strategisch außerordentlich wichtiges Land“. Es sei ein Transitland zwischen dem Indischen Ozean und dem Südwesten Chinas. China sei aktuell von dem Warentransport, auch von dem Ressourcentransport durch die Straße von Malakka abhängig. Das Land baue deshalb „seit Jahren Pipelines, Eisenbahnlinien, Straßenbahnen, um den Transport seiner Waren durch Myanmar nach Südwestchina zu ermöglichen“. Das Interesse Chinas bestehe insofern darin, Stabilität in Myanmar zu halten. „Deshalb hat China auch mit der vergangenen demokratisch gewählten Regierung zusammengearbeitet“, so Sandschneider. Das Militär habe zuletzt durch den erneuten Putsch aber „in hohem Maße Instabilität geschaffen“. In China steige deshalb auch die Bereitschaft der Kritik an dieser Militärregierung. (dts Nachrichtenagentur)

Foto: Myanmar, über dts Nachrichtenagentur

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